Der Hund im Recht

Bissverletzungen bei betreutem Hund:

Auskunftsanspruch gegen Hundetagesstätte

Das AG München hat der Klage einer Hundehalterinwegen Bissverletzungen ihres Hundes in einer Hundetagesstätte auf Auskunft über Namen und Anschrift des Halters eines anderen Hundes stattgegeben.

Hundezucht kann umsatzsteuerpflichtig sein

Hundezucht kann eine wirtschaftliche Tätigkeit im Sinne des Umsatzsteuergesetzes sein. Wann dies der Fall ist, konkretisierte das Finanzgericht Münster in einem Urteil vom 25.3.2021, Az. 5 K 3037/19 U.

Heimtierhaltung in der Wohnung:

Therapie- und Assistenztiere grundsätzlich erlaubt

Häufig wollen Vermieter die Tierhaltung verbieten. Wer einen Assistenzhund oder ein Tier zu therapeutischen Zwecken braucht, hat in der Regel gute Chancen, dass ihm die Tierhaltung dennoch gewährt wird. Unabhängig davon, was ursprünglich einmal im Mietvertrag vereinbart wurde, meint der Tierrechtsspezialist RA Andreas Ackenheil aus Mainz. Bestätigt sieht der Anwalt dies in zahlreichen Rechtsurteilen der Vergangenheit.

Rechtliche Überlegungen zum Tierkauf

Der Kauf eines Tieres ist immer eine heikle Sache. Unüberschaubare Risiken durch den Unsicherheitsfaktor Tier, unpassende gesetzliche Regelungen, raffinierte Verkäufer und gutgläubige Käufer sind eine Mischung, die immer wieder die Gerichte beschäftigen. Um die Problematik zu verdeutlichen soll zunächst kurz die gesetzliche Ausgangslage geschildert werden.

Mieterin muss für verwahrloste Haustiere aufkommen

Richter: Hausbesitzer trägt trotz Zwangsaussperrung keine Mitschuld

Für das Wohl und Wehe der Haustiere trägt immer deren Halter die Verantwortung. Trifft die Veterinärbehörde eine Mietwohnung und die Tiere darin in einem erbärmlich verwahrlosten Zustand an, ist dafür nicht der Vermieter zuständig. Selbst wenn die sträfliche Vernachlässigung vom Hausbesitzer durch zeitweises Abstellen des Wassers und das Austauschen des Türschlosses mitverursacht sein sollte.

„Kündingsgrund Hund"?

Tierhaltung in der Mietwohnung – was ist erlaubt, was nicht

Der Bundesgerichtshof hat mit einem Urteil im Frühjahr 2013 die Rechte von tierhaltenden Mietern gestärkt: Ein generelles Haltungsverbot von Hunden und Katzen in Mietwohnungen ist demnach unzulässig. Dennoch gibt es nach wie vor viele Unsicherheiten, was die Tierhaltung in Mietwohnungen betrifft. Was ist erlaubt, was geht nicht?

Keine Quarantänepflicht für Hundewelpen während immunologischer Lücke

Hundewelpen müssen in ihren ersten Lebenswochen bzw. bis zum Bestehen eines vollständigen Impfschutzes nicht in Quarantäne gehalten werden. Dies hat der erste Zivilsenat des Oberlandesgerichts Koblenz entschieden.

Familienmitglieder gelten als Mithalter eines Hundes

Richter: Damit entfällt ein Anspruch aus der Tierhalterhaftung

Wird eine Frau von dem in ihrer Großfamilie gehaltenen Schäferhund gebissen, hat sie keinen Anspruch auf Tierhalterhaftung gegenüber ihrer Mutter. Obwohl auf deren Namen die Hundesteuer und die Versicherung des Tieres laufen.

So leicht gilt man als Unternehmer…

Bei einem Tierkauf gewinnt oder verliert oft derjenige, der eine Erkrankung und deren Vorliegen bei Übergabe des Tieres beweisen muss. Dies ist im Normalfall der Käufer, wenn es sich allerdings um einen sog. Verbrauchsgüterkauf handelt, trägt der Verkäufer weitgehend die Beweislast. Ein Verbrauchsgüterkauf liegt vor, wenn der Verkäufer Unternehmer und der Käufer Verbraucher sind.

Wie darf man Tiere begraben?

Darf man seinen langjährigen, viebeinigen Freund im eigenen Garten begraben?

Der treue Jagdhund/die geliebte Hauskatze/der langjährige vierbeinige Freund ist verstorben. Darf man ihn/sie im eigenen Garten begraben? Die Antwort lautet hier: Eher nicht.