Region Mitte
19.04.2026 09:00 Uhr - 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region Nord
26.04.2026 09:00 Uhr - 16:00 Uhr IDG-Rosensiegerschau
- nur für Dackel -
01.05.2026 10:00 Uhr - 15:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region West
03.05.2026 08:00 Uhr - 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region Mitte
03.05.2026 10:00 Uhr - 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region Nord
09.05.2026 15:00 Uhr - 10.05.2026 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region West
16.05.2026 16:00 Uhr - 17.05.2026 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region Mitte
17.05.2026 10:00 Uhr - 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region West
30.05.2026 16:00 Uhr - 31.05.2026 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region Nord
07.06.2026 08:00 Uhr - 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region West
13.06.2026 15:00 Uhr - 14.06.2026 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region Nord
13.06.2026 15:00 Uhr - 14.06.2026 16:00 Uhr IRJGV-Landessiegerschau Baden mit Vergabe des Auslands-CACIB
- für alle Rassehunde & "Tag des Hundes" für alle Mischlingshunde -
14.06.2026 10:00 Uhr - 15:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region Nord
20.06.2026 15:00 Uhr - 21.06.2026 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region West
28.06.2026 08:00 Uhr - 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier & NRW-Meisterschaft
Region West
11.07.2026 08:00 Uhr - 12.07.2026 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region West
25.07.2026 16:00 Uhr - 26.07.2026 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier (Doppelturnier)
Region Mitte
08.08.2026 14:00 Uhr - 09.08.2026 15:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region West
22.08.2026 17:00 Uhr - 23.08.2026 16:00 Uhr IRJGV-Nordsee-Siegerschau
- für alle Rassehunde & "Tag des Hundes" für alle Mischlingshunde -
29.08.2026 10:00 Uhr - 15:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region Nord
30.08.2026 08:00 Uhr - 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region West
05.09.2026 15:00 Uhr - 06.09.2026 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region Nord
06.09.2026 08:00 Uhr - 16:00 Uhr IRJGV-Grenzland-Siegerschau Niederlande - mit Vergabe des „Auslands-CACIB“
- für alle Rassehunde -
13.09.2026 10:00 Uhr - 15:00 Uhr Deutsche Agility Meisterschaft
04.10.2026 08:00 Uhr - 16:00 Uhr IRJGV-Euregio-Siegerschau - mit Vergabe des „Auslands-CACIB"
- für alle Rassehunde -
18.10.2026 10:00 Uhr - 15:00 Uhr IRJGV-Südwestdeutschland-Siegerschau
- für alle Rassehunde & "Tag des Hundes" für alle Mischlingshunde -
25.10.2026 10:00 Uhr - 15:00 Uhr
Int. Dackelclub Gergweis e.V. (IDG e.V.)
Int. Rasse-Jagd-Gebrauchshunde Verband e.V. (IRJGV e.V.)
Hundetraining und Pflege: Alles für Ihren Hund
Im IDG e.V. & IRJGV e.V. dreht sich alles um Hundetraining, Pflege und Vereinsaktivitäten. Erfahren Sie, wie Sie mit den richtigen Tipps das Leben mit Ihrem Hund harmonisch und artgerecht gestalten können.
Keine Artikel gefunden!
Was liegt da unter'm Weihnachtsbaum
Alle Jahre wieder... werden Tiere zu Weihnachten verschenkt!
Lebende Tiere verschenken zu wollen, kann als TABU bezeichnet werden. Ein Versuch, die Situation zu beschreiben und weshalb Schenken eine Kunst ist.
In vielen Familien herrscht oft Ratlosigkeit darüber, mit welcher Überraschung der Partner/die Kinder zum Weihnachtsfest beschert werden sollen. Oder, der letztjährigen Luxusartikel war man offenbar schnell überdrüssig geworden - die diesjährige Suche nach DEM Topgeschenk beginnt. Was läge also ‘näher’, als einen Vierbeiner anzuschaffen, der dieser Inhaltslosigkeit materieller Aufmerksamkeiten entgegenwirkt?
DIE Idee scheint geboren. Alleine die Vorstellung, wie rührend-niedlich der Weihnachtsabend verlaufen wird, wenn ein tapsig-drolliger Welpe zwischen Päckchen, Schleifchen, Glöckchen, Sternchen und Firlefanz hervortrippelt und die apatische Familie von der Mattscheibe fernhält... Einfach unbezahlbar!
Und hier sind wir schon - beim Tabugeschenk! Zugegeben: Hat sich eine Familie, mit einem möglichen Hundekauf (gilt auch für Katze, Fisch, Reptilien, Kaninchen, Sittich & Co.) intensiv beschäftigt, spricht die weihnachtliche Geschenkezeit nicht grundsätzlich dagegen, den gemeinsam, verantwortungsbewußt, beschlossenen Familienwunsch endlich wahr werden zu lassen.
ABER: Ein lebendes Tier darf nicht spontan, überraschend, bzw. gar unvorbereitet angeschafft oder verschenkt werden.
Gehen wir also „dem Hund auf den Grund“:
Wenn auch Sie zu den Menschen gehören, die überhaupt nicht begreifen können, dass Tiere wenige Tage nach dem Weihnachtstrubel im Tierheim landen, weil „die Beschenkten die Schnauze voll haben“, vom Saubermachen, Füttern, Gassigehen, Haaren in der Wohnung, Erziehen..., weil das Weihnachtsgeschenk bellt, wimmert, riecht, kratzt, schnüffelt - einfach der „Abstellknopf des Fellknäuels“ nicht gefunden werden kann - dann werden Sie ebenso den Kopf darüber schütteln, dass die vorgenannte (überspitzt dargestellte) Begriffsfolge in der Tat häufig als Erklärungsversuch des weihnachtlichen Fehlkaufs genannt wird.
Ein Hund ist ein HUND -kein menschlicher Partner- oder Kindersatz
Das TIER ist zu respektieren und muss als solches wahrgenommen werden. Ein Tier, das Gefühle und artspezifische, bzw. rassespezifische Bedürfnisse hat, dem der Mensch, seine Familie, gerecht zu sein hat.
Eine wichtige Punkteliste, wer, wann und wie geeignet ist für eine Hundehaltung - oder eben nicht:
- Sind in der zu erwartenden Lebenszeit eines Hundes - sowohl die räumlichen, zeitlichen, als auch finanziellen Mittel vorhanden, um einen Hund nach seinen Bedürfnissen zu halten?
- Gibt es ein Haus mit/ohne Garten (eingezäunt - oder nicht)?
- Mietwohnung/Eigentümerwohnung? Ist Hundehaltung durch Vermieter oder die Eigentümergemeinschaft erlaubt? Gibt es eventuell ein “Größenlimit”?
- Freizeit/Urlaub: Ist genügend Freizeit für einen Hund vorhanden? Wo liegen die Urlaubsziele? Kann ein Hund ungehindert mitreisen, bzw. kann er zwischenzeitlich durch verlässliche Menschen versorgt werden?
- Finanzen/Beruf: Sind die laufenden Unterhaltskosten (Fütterungs-/Tierarzt-/ Versicherungskosten, Hundesteuer, Pflegeartikel, Ausbildung, Ferienbetreuung usw.) für die kommenden etwa 15 Jahre gesichert?
- Muss der Hund (z.B. beruflich bedingt) täglich mehrere Stunden alleine gelassen werden (gibt es geeignete Betreuungspersonen für diese Zeit)?
- Familienplanung: Gehören Kleinkinder, Kinder im Schulalter oder Jugendliche zur Familie? Werden sie in die Entscheidungen mit einbezogen? Ein Hund gehört immer der gesamten Familie; die Familie muss sich auch gemeinsam um einen Hund kümmern, wobei natürlicherweise der größte Teil der Aufgaben durch die Eltern zu leisten ist.
- Haben alle Familienmitglieder FÜR einen Hund gestimmt, oder gibt es Vorbehalte?
Wenn keine Einigkeit herrscht (Hund ja/nein, Rassehund/Mischling, Pflichtenaufteilung), ist der Zeitpunkt für einen Hundekauf NICHT gekommen - und damit ist natürlich auch der Traum von der „besonderen Weihnachtsüberraschung“ geplatzt!
„Tierhaar“-Allergie?
Gibt es „allergenarme“ Hunde ?
Bei etwa zehn Prozent der Tierhalter kommt es zur Entstehung einer „Tierhaar“-Allergie, die sich in Form von Augenjucken und -tränen, Fließschnupfen, Niesattacken, Nesselausschlag bis hin zum allergischen Asthma bronchiale äußern kann. Häufig sind Allergien auf Katzen, Hunde, Pferde und Nager. Auch Kleidungsstücke oder andere Gegenstände aus Tierhaaren wie Felle können Tierallergene enthalten.
Die sicherste „Therapie“ ist das Meiden der Tiere. Durch einen dauerhaft engen Kontakt kann sich das Krankheitsbild verschlechtern und allergisches Asthma bronchiale entstehen. Wenn das eigene Haustier die Allergien auslöst, empfehlen Allergologen daher das Tier nach Möglichkeit in gute Hände abzugeben.
Können Katzenallergiker allergisch reagieren, obwohl keine Katze in der Nähe ist?
Nur ca. 50 Prozent aller Katzenallergiker sind selbst Katzenhalter oder ehemalige Katzenbesitzer. Katzen besitzen die aggressivsten Allergieauslöser, die sehr gute Schwebeigenschaften besitzen und über Luftzug und Kleidung verbreitet werden. So findet man die Allergene in Kindergärten, Schulen, öffentlichen Gebäuden und natürlich auch in Wohnräumen, wo sich noch nie Katzen aufhielten. Wird eine Katze abgegeben, sinkt die Allergenkonzentration in den Räumen erst nach Monaten merklich ab. Die Allergene sind zu einem Großteil an Staubpartikel gebunden und lassen sich durch Staub saugen und andere Reinigungsmaßnahmen nur schwer entfernen. Ein Luftreiniger kann als unterstützende Maßnahme eingesetzt werden. Die Allergene sind in Speichel-, Talg-, Analdrüsen sowie in der Haut und der Tränenflüssigkeit der Tiere vorhanden und werden durch das Lecken über das gesamte Fell verteilt. Dabei sollen Kater mehr Allergene produzieren als Katzen, kastrierte Kater weniger als nichtkastrierte Tiere. Katzen mit heller Fellfarbe sollen weniger Allergene verbreiten als dunkle Tiere. Meist reagieren die Betroffenen mehr oder weniger auf alle Katzen. Kreuzreaktionen wurden gegen Großkatzen (Raubtiere) und Hunde nachgewiesen.
Welche Medikamente oder Therapien helfen
Allergische Symptome können mit antiallergischen Medikamenten (Antihistaminika) akut behandelt werden. Kann der Betroffene die allergische Reaktion allein durch das Meiden der Tiere nicht verhindern oder kommt er beruflich mit dem entsprechenden Tier in Kontakt, kann gegebenenfalls eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) durchgeführt werden. Hyposensibilisierungen gegen Katzenallergene sollen in Zukunft wirksamer werden. Zur Zeit werden neuartige Immuntherapien erforscht.
Was kann man unterstützend tun, wenn man das Tier nicht sofort abgeben kann?
Das Schlafzimmer sollte nicht für das Tier zugänglich sein. Hunde können nach Möglichkeit regelmäßig abgewaschen werden, um die Allergenkonzentration zu verringern. Alle Räume sollten regelmäßig gereinigt werden. Zu den unterstützenden Maßnahmen gehören das regelmäßige Lüften, Staub wischen, Staub saugen (Staubsauger mit Hepa-Filter) sowie bei glatten Böden feuchtes Wischen. Studien zum Einsatz von Luftreinigern als Präventionsmaßnahme zeigten bei Katzenhaltung eine Reduktion des Allergengehalts in der Luft, nicht aber im Hausstaub.
Können Tiere vor Allergien schützen?
In einer Langzeitstudie konnte ein Hund im Haus das Allergierisiko in allergiefreien bzw. risikoarmen Familien vermindern. Die genauen Ursachen dafür sind bisher nicht geklärt. Vermutet wird, dass der Umgang mit den Hunden im Freien oder bislang unbekannte Keime des Hundes dafür verantwortlich sind.
Gibt es Hunde für Allergiker?
Hundeallergiker berichten häufig von unterschiedlichen Reaktionen beim Kontakt mit verschiedenen Hunderassen. Es gibt ältere Untersuchungen über rassetypische Allergene, die aber nicht einheitlich diskutiert werden. Bei verschiedenen Hunderassen wurden unterschiedliche Allergenkonzentrationen nachgewiesen. Männliche Hunde wiesen höhere Allergenpotentiale auf als weibliche Tiere. Bei Labradoren, die relativ allergenarm sind, traten deutliche Schwankungen in der Allergenmenge auf. Andere Rassen wie Pudel, Pinscher oder Yorkshire-Terrier zeigten kaum Unterschiede in der Allergenkonzentration. Pudel, denen eine geringere Allergenabgabe nachgesagt wird, gaben im Durchschnitt mehr Allergene ab als Labradore. Haarlänge oder Hormonstatus spielten keine Rolle, die Allergenmenge war aber umso höher, je stärker die Schuppenbildung bei den Tieren war. Neuere Untersuchungen konnten weder allergenarme Hunderassen ausmachen, noch rasse- oder geschlechtsspezifische Unterschiede klar feststellen. Bei allen Hunden fand man das Hauptallergen, wenn auch in deutlich unterschiedlicher Menge. Demnach könnten individuelle spezifische Faktoren für die Allergenität eines Hundes relevanter sein als Geschlecht oder Rasse.
Welche Tiere können noch allergische Reaktionen auslösen?
Verschiedene felltragende Kleintiere können ebenfalls Allergien vom Soforttyp auslösen. Hierzu zählen Nager, wie z. B. Meerschweinchen, Kaninchen, Goldhamster, Mäuse, Ratten, Chinchillas und Frettchen. Die Allergene können sich in Hautschuppen, Haarfollikeln, im Urin, im Kot, im Speichel und im Serum befinden. Bei Allergien auf Vögel reagieren die Betroffenen auf Allergene in Federn, im Speichel und den Bu?rzeldrüsensekreten, die bei der Gefiederpflege verteilt werden. Auch Vogelkot kann Allergien verursachen. Bei dem Krankheitsbild der Vogelhalterlunge handelt es sich um eine verzögerte entzündliche Reaktion der Lungenbläschen. Die Symptome (Fieber, Luftnot, Husten, Übelkeit) treten vier bis zwölf Stunden nach dem Vogelkontakt auf. Besteht jahrelanger Kontakt und erfolgt keine medizinische Behandlung, können schwere Lungenschäden entstehen. Wichtige Auslöser sind z. B. Wellensittiche, Kanarienvögel, Tauben und Papageien.
Präventionsempfehlungen
Für Personen ohne erhöhtes Allergierisiko besteht kein Grund, die Haustierhaltung aus Präventionsgründen einzuschränken. Die Auswirkungen der Haustierhaltung auf die Allergieentwicklung bei Risikokindern sind derzeit nicht eindeutig abzuschätzen. Die Anschaffung von Felltieren als Präventionsmaßnahme ist nicht zu empfehlen. Bei der Katzenhaltung überwiegen die Studien, die in der Haltung einen Risikofaktor sehen, deshalb sollte bei Risikokindern die Katzenhaltung vermieden werden. Hundehaltung ist wahrscheinlich nicht mit einem höheren Allergierisiko verbunden.
Achtung: Allergenarme Hunderasse ?
Der „Labradoodle“, eine Kreuzung aus Labrador und Pudel, wird als besonders allergikerfreundlich beworben. Wie neuere Untersuchungen klar feststellen, gibt es weder rasse- noch geschlechtsspezifische Unterschiede, die auf einen allergenfreien Hund schließen lassen.
Im Labor konnten auch bei den oft als „allergikerfreundlich“ bezeichneten Hunden wie Labradoodle oder Goldendoodle (Kreuzungen/Mischungen aus Labrador- bzw. Golden-Retriever und Pudel), sowie den Rassehunden Pudel und Labradore, Empfindlichkeiten bei Hundeallergikern festgestellt werden!
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung
©Deutscher Allergie- und Asthmabund (DAAB)
An der Eickesmühle 15 - 19, 41238 Mönchengladbach,
E-Mail: info@daab.de – Internet: www.daab.de
Tel.: 02166/6478820
Allergie-Hotline: 02161/6478888
Anm.der Redaktion:
Noch immer verbinden Betroffene, also Allergiker, wie auch nicht Betroffene, den Begriff „Tierhaarallergie“ mit der Vorstellung, daß die Allergie sich auf das tierische Fell -quasi das Haar an sich- bezieht und ausschließlich das Haar als ‘allergieauslösend’ wirken würde!
F A L S C H !!!
Deshalb nochmals zur endgültigen Verdeutlichung:
Die Allergene tierischen Ursprungs befinden sich natürlich zwar auch im Fell und in den Hautschuppen (Epithelien); aber auch im Speichel oder im Urin der Tiere! Der allergieauslösende Kontakt entsteht durch direkten Hautkontakt oder durch das Einatmen von Partikeln, denen Allergene anhaften.
Wissenswertes nebenbei: Auch Tiere können auf die Anwesenheit von Menschen allergische Reaktionen zeigen! Menschliche Hautschuppen und Haare, können z. B. bei Katzen bekannte Symptome, wie Juckreiz, Asthma usw. verursachen.
Vor der Impfung unbedingt entwurmen. Wieso?
Bei einer Impfung wird der Organismus von Hunden gezielt mit bestimmten Krankheitserregern, z.B. dem Tollwutvirus, in Berührung gebracht. Die Erreger sind dabei so abgeschwächt, dass sie keine Krankheit auslösen können, vom Immunsystem aber noch als gefährlich erkannt werden. Das Immunsystem kann so ungestört gegen diesen Erreger „aufrüsten“ und spezifische Abwehrzellen bilden. Kommt es dann später zu einer Infektion mit dem tatsächlichen Erreger, ist das Immunsystem so gut vorbereitet, dass es diesen abwehren und eine Erkrankung des Tieres verhindern kann.
Haben Hunde bei einer Impfung Würmer, kann das Immunsystem dies jedoch nicht optimal leisten. Der Grund dafür ist, dass die körpereigene Abwehr dann durch den Wurmbefall bereits stark beansprucht ist. So sind z.B. weiße Blutkörperchen, die eine zentrale Rolle für die Immunabwehr spielen, bei einem Spulwurmbefall oft sehr stark aktiviert und treten im Blutbild nachweislich vermehrt auf. Andererseits unterdrücken Würmer teilweise speziell jene Anteile des Immunsystems, die für die Immunreaktion gegenüber Bakterien und Viren wichtig sind.
„Der bestmögliche Erfolg einer Impfung von Hunden wird also durch bestehende Wurminfektionen gefährdet“, erklärt Prof. Dr. Georg von Samson-Himmelstjerna, Direktor des Instituts für Parasitologie der tierärztlichen Fakultät der FU Berlin und Vorsitzender der Expertenorganisation ESCCAP in Deutschland. Er empfiehlt daher, Hunde 2 bis 3 Wochen vor einem Impftermin zu entwurmen. Alternativ kann auch wenige Tage vor der Impfung eine Kotuntersuchung vorgenommen werden. Liegt kein akuter Wurmbefall vor, kann bedenkenlos geimpft werden. Ergibt die Untersuchung jedoch einen Wurmbefall, sollte das Tier zunächst entwurmt und die Impfung um 2 bis 3 Wochen verschoben werden.
Weitere Informationen rund um den sachgerechten Parasitenschutz bei Hunden und Katzen finden Sie auf der Internetseite der unabhängigen Expertenorganisation ESCCAP unter: www.esccap.de
Quelle: Pressebüro Vennebusch & Musch GmbH
Senioren-WG
Gemeinsamer Lebensabend für Mensch und Hund
Viele Senioren hätten zwar gern einen Hund, befürchten aber, ihm auf seine alten Tage nicht gerecht werden zu können. Mit einen paar einfachen Alltagskniffen können Halter ihrem betagten vierbeinigen Gefährten das Leben leichter machen – sogar, wenn sie selbst nur noch eingeschränkte Kräfte haben.
Älter werden ist nichts für Feiglinge. Das gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für ihre Hunde. Die Knochen schmerzen, die Augen schwächeln, die Muskeln schwinden. „Hundehalter können mit einfachen Veränderungen im Haushalt viel dazu beitragen, dass ihr Tier einen schönen Lebensabend hat“, sagt die Tierärztin Dr. Svenja Joswig aus Hannover. Sie ist spezialisiert auf Geriatrie (Altersmedizin) für Tiere und vermittelt ihren Kunden einfache Tipps, wie ein Senior möglichst schmerzfrei leben kann.
Erleichterungen im Haushalt für alte Hunde
„Schon ein Fressnapf in erhöhter Position kann für ältere Hunde mit Rückenproblemen eine Erleichterung sein, da sie sich zum Fressen nicht mehr herunterbeugen müssen“, sagt Dr. Joswig. Und auch der Halter muss sich nicht so tief bücken, wenn der Napf nicht auf dem Fußboden steht.
Ein rutschiger Fußboden ist besonders für Hunde mit Gelenkproblemen ungünstig. Die Tierärztin rät in diesem Fall zu speziellen Söckchen oder Gummiüberziehern für die Krallen, damit der Hund nicht wegrutscht.
Für die Ruhepausen empfiehlt Dr. Joswig eine weiche Liegefläche, um die alten Knochen zu schonen. Betagte Hundehalter kennen es selbst - das Aufstehen mit müden Knochen ist anstrengend, selbst wenn man noch gut laufen kann. „Wenn der Hund nicht zu schwer ist, kann ein Unterstützungsgeschirr hilfreich sein, womit man dem Hund hinten hoch helfen kann“, sagt Tierärztin Dr. Joswig. Auch zur Unterstützung beim Treppensteigen könne das Geschirr zum Einsatz kommen.
Mahlzeiten an den Stoffwechsel anpassen
Mehrere kleine Mahlzeiten sind laut der Tierärztin für ältere Hunde oft besser bekömmlich als zu viel Futter auf einmal. Auch die Futtermenge, die ein Tier im Alter benötigt, könne sich ändern. Dabei sollte man beachten: Genauso wie beim Menschen gilt, dass jedes Pfund zu viel unter anderem die Gelenke zusätzlich belastet. Bei jeder stärkeren Gewichtsveränderung sollte der Tierarzt konsultiert werden.
Gemeinsame Aktivitäten draußen
Gegen steife Knochen und Übergewicht hilft Mensch und Tier am besten regelmäßige Bewegung. Wenn beide nicht mehr so weit laufen können, dann werden die gemeinsamen Runden eben kleiner. „Bei Vorerkrankungen kann der Tierarzt Ratschläge geben, welche Art der Bewegung für das jeweilige Tier am gesündesten ist“, rät Dr. Joswig. „Manche Hundevereine bieten sogar extra Kurse, beispielsweise mit speziellen Parcours, für ältere oder gesundheitlich eingeschränkte Tiere an.“ Dabei kann der Hundehalter dann auch nette zwischenmenschliche Kontakte knüpfen.
Hunden mit Gelenkserkrankungen, die nicht mehr gut laufen können, empfiehlt Dr. Joswig den Gang im halbhohen Wasser, beispielsweise das Waten an einem Seeufer. „Das entlastet nicht nur die Gelenke, sondern ist auch sehr gut zum Muskelaufbau“, erklärt die Tierärztin. Nicht zu steiles Bergauflaufen eignet sich dagegen gut zum Aufbau der Muskulatur bei Tieren mit Hüftproblemen und macht gleichzeitig den Menschen fitter.
Signale bei schlechten Augen und Ohren
Die Kommunikation zwischen Hund und Halter muss nicht immer über verbale Kommandos laufen. Dr. Joswig empfiehlt, den Hund bereits frühzeitig an Handzeichen zu gewöhnen – so wird das schwindende Hörvermögen im Alter nicht zum Problem. „Viele Dinge können schon dem jungen Hund beigebracht werden, um ihm später das Leben als Senior vereinfachen“, sagt sie.
Wenn die Sehkraft schwindet, können hingegen frühzeitig trainierte Kommandos wie „Stopp“ oder andere akustische Signale wichtig werden. So kann ein über Jahre eingespieltes Team auch im Alter bedürfnisorientiert zusammenleben.
Quelle: ©IVH
Bakterielle Durchfallerkrankungen
Bakterielle Durchfallerkrankungen (bakterielle Diarrhöen) werden durch verschiedene Bakterien ausgelöst.
Salmonellen, wenige E.coli Arten, Klebsiellen, Yersinien, Campylobakter und Bazillus piliformis. Die aufgeführten Bakterien sind aktiv in der Lage, den Darm zu besiedeln und in diesen aufgenommen zu werden. Es ist allerdings auch eine Vorschädigung durch verschiedene darmschädigende Viren und Parasiten möglich, die Wegbereiter für die Bakterien sind. Ein multifaktorielles Geschehen bei bakteriellen Diarrhöen ist die Regel.
Nach Zerstörung der obstersten Schichten des Darms im Bereich des Dünndarms ist die Durchlässigkeit des Darms meist so stark erhöht, dass Zellen, Flüssigkeit und auch Blut austreten können. Die krankheitsauslösenden Bakterien können nun ins Blut übertreten, sollten sie noch nicht aktiv in die Zotten eingedrungen sein. Die bakteriellen Gifte führen zum Absterben der Darmzellen. Sollte die Infektion nicht im Bereich der Lymphknoten gestoppt werden, kann es weiter über den Blutweg zur Organbesiedlung kommen, wie am Beispiel der Salmonellose näher erläutert wird. Es kommt zu schweren Allgemeinsymptomen: eitrigen Entzündungen, Entzündungen der Gelenke, neurologischen Symptomen, Blutvergiftungen und evtl. zum Tod des Patienten.
Bei bakteriellen Darmentzündungen ist der Kotabsatz bis zu sechsfach erhöht und flüssig bis blutig. Allgemeinstörungen, zum Teil schwerer Natur, wie allgemeine Schwäche, Verlust von Körperflüssigkeiten wir Wasser oder sogar Blut sind die Folge. Es können aber auch die Symptome der Primärerkrankung, viral oder parasitär, im Vordergrund stehen, wenn es sich bei den Bakterien nur um sekundäre Krankheitserreger handelt. Bei der klinischen Untersuchung fallen neben einem schlechten Kreislaufzustand auch im Bereich des Bauchraums stark erweiterte und aufgegaste Darmschlingen auf, die auch bei bildgebender Diagnostik -wie dem Röntgen- ins Auge fallen.
Da die körpereigene Abwehr des Patienten im Frühstadium im Darm stattfindet (direkt vor Ort), sieht man im Blutbild meist eine Abnahme der weißen Blutzellen, die zum Immunsystem gehören. Die Zellen gehen vom Blut an die Stelle der Entzündung und sind daher nur noch wenig im Blut nachzuweisen. Auch eine Abnahme von roten Blutkörperchen oder Blutplättchen ist möglich, wenn der Darm stark geschädigt ist und es zu Blutungen kommt.
Die Ursache der meist massiven Durchfallerkrankung lässt sich meist nur schwer stellen. Ein Nachweis von krankheitsverursachenden Bakterien im Kot ist nicht unbedingt aussagekräftig. Als gesicherte Infektion gilt lediglich der Nachweis der Erreger aus Zellen. Auch muss weiterhin die Anamnese (Voruntersuchung des Patienten) mit in Betracht gezogen werden; handelt es sich um einen Patienten aus einer Massenzucht mit sehr unhygienischen Bedingungen (virale Vorschädigung sehr wahrscheinlich) oder betreibt der Patientenbesitzer einen Gaststättenbetrieb (Salmonellose wahrscheinlich). Der Aufschluss einer Zoonose (Zoonose = Erkrankung, die vom Tier auf den Mensch übertragen werden kann), wie die Salmonellose und die Campylobakteriose, sollte allerdings auf jeden Fall erfolgen.
Die Behandlung bei schweren Allgemeinstörungen und Komplikationen sollte im Zuge der Notfallversorgung symptomatisch erfolgen. Infusionen zur Stabilisierung des Flüssigkeitshaushaltes sind entscheidend sowie die Ausschaltung von Erbrechen und Durchfall, um einen weiteren Flüssigkeitsverlust zu verhindern.
Der Einsatz von Antibiotika ist meist unumgänglich. Die Infektionen werden nach Schweregrad eingeteilt. Handelt es sich um milde Diarrhöen und sind keine Menschen gefährdet, kann vorerst auf den Einsatz eines Antibiotikums verzichtet werden. Zur Absicherung von weniger gefährlichen und „einfachen“ Bakterien reicht eine antibiotische Abschirmung mit Penicillin/ Amoxicillin o.ä.
Durch die meist massiven Symptome und der dringenden symptomatischen Behandlung sowie des zoonotischen Potentials ist evtl. eine stationäre Aufnahme in einer Tierklinik nötig.
Impf- und Entwurmungsprogramme können Gewebeschädigungen und den Übertritt von gefährlichen Darmbakterien weitestgehend verhindern, so dass unsere Haustiere mit der entsprechenden Hygiene gut geschützt gegen bakterielle Durchfälle sind.
Quelle: Niemand, Suter; „Praktikum der Hundeklinik“
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung und Unterstützung von petprofi.de
Kostenfalle Hüftgelenksdysplasie
Das kostet die Krankheit im Laufe eines Hundelebens
Hüftgelenksdysplasie oder HD ist für viele Hundehalter eine absolute Horror-Diagnose. Die Erkrankung ist nämlich nicht nur mit Schmerzen für den Vierbeiner verbunden – sondern auch mit hohen Behandlungskosten.
Hüftgelenksdysplasie ist gekennzeichnet durch ein lockeres, nicht korrekt ineinandergreifendes Hüftgelenk. Dadurch kommt es zu Abnutzungserscheinungen des Knorpels und chronischen Umbauprozessen, sogenannten Arthrosen.
Je länger der Zustand besteht, desto schwerer werden die Veränderungen am Gelenk. Ein frühzeitiges Eingreifen ist daher die beste Vorsorge.
Große Hunde sind häufiger betroffen
Hunderassen, die besonders häufig von der HD betroffen sind, sind große Rassen, wie z. B. Labradore, Schäferhunde, Boxer, Golden-Retriever und Berner-Sennenhunde, genauso wie große Mixhunde. Auch Nachkommen von gesunden Elterntieren können betroffen sein.
Grundsätzlich kann die Hüftgelenksdysplasie aber bei jedem Hund auftreten, denn neben der Rasse können auch die generellen Lebensbedingungen, Haltung, Futter und andere Umstände Einfluss haben. Bei schweren Verläufen beginnen die Veränderungen der Gelenke bereits im Welpenalter.
Ein häufiges Symptom: Schwerfälligkeit beim Aufstehen
Klassische Anzeichen für eine Hüftgelenksdysplasie sind Probleme des Vierbeiners beim Aufstehen, Treppenlaufen und auf längeren Spaziergängen. Auch das sogenannte „Bunny Hopping“ ist ein Anzeichen für Hüftprobleme. Dabei springt der Hund beim Loslaufen mit beiden Hinterbeinen gleichzeitig unter den Köper, anstatt die Beine abwechselnd zu nutzen. Einige Hunde zeigen einen schwankenden Gang, der dem Hüftschwung eines Laufstegmodels ähnelt. Andere Hunde können auch deutlich sichtbar lahmen.
Beim Verdacht einer Hüftgelenksdysplasie sollte ein Tierarzt den Hund zunächst gründlich orthopädisch untersuchen. Zeigt das Tier dabei Anzeichen, die auf HD hindeuten, wird es in Narkose geröntgt. Hierfür können einige Hundert Euro an Kosten anfallen.
Mögliche Behandlungen bei Hüftdysplasie
Abhängig von dem Schweregrad der Hüftgelenksdysplasie und Alter des Tieres sind unterschiedliche Therapien möglich.
Ist der Hund noch sehr jung und noch nicht ausgewachsen, kann die Verödung einer Wachstumsfuge (Juvenile Pubis Symphysiodese) dafür sorgen, dass der Oberschenkelkopf eine bessere Überdachung erhält. Dafür wird eine Zugschraube so durch die Wachstumsfuge zwischen den Sitzbeinen gebohrt, dass der Knochen an dieser Stelle nicht mehr weiterwachsen kann. Der Eingriff ist relativ unkompliziert und den Hunden geht es nach der Operation schnell wieder gut. Für diesen Eingriff fallen Kosten von etwa 1.000 Euro oder mehr an. Noch teurer wird es, wenn der Hund weitere Rehamaßnahmen bekommen muss. Nach einer gewissen Regenerationszeit ist dann aber ein gesundes Hundeleben ohne Einschränkungen möglich.
Bei jungen Hunden ist eine drei- beziehungsweise zweifache Beckenschwenkosteotomie möglich. Dabei wird das Becken an zwei oder drei Stellen zersägt und mittels Platten neu ausgerichtet, wodurch das Hüftgelenk mehr Stabilität erhält.
Leichtere Fälle von Hüftgelenksdysplasie können konservativ, also ohne eine Operation, behandelt werden. Meistens wird eine Kombination aus Schmerzmitteln und Physiotherapie eingesetzt, um die Hüftgelenke möglichst stabil und schmerzfrei zu halten.

Diese Operation ist sehr teuer und aufwändig. Sie bietet dem Hund bei erfolgreicher Behandlung jedoch eine hohe Lebensqualität, da er das künstliche Gelenk völlig schmerzfrei und ohne Einschränkungen sein Leben lang benutzen kann. Zunächst wird nur eine Seite operiert, damit der Hund nach der Operation noch ein intaktes Bein hat, um es voll zu belasten. Hat der Hund eine beidseitige schwere HD, ist nach abgeschlossener Heilung der operierten Seite nach einigen Monaten die zweite Seite dran.
Kommt es zu Komplikationen wie einer Infektion, sind diese schwerwiegend und können zum Verlust des Gelenkes führen. Die häufigste Komplikation nach der Operation ist eine Ausrenkung (Luxation) des künstlichen Gelenks. Dies kann durch strikte Ruhighaltung nach der OP verhindert werden.
Die schmerzlindernde Operation ist mit hohen Behandlungskosten verbunden. So fallen pro Seite Kosten von etwa 5.000 Euro an. Zusätzlich kommen noch die Kosten für die Nachuntersuchungen, Medikamente und Physiotherapie hinzu, sodass in Summe ebenfalls noch einmal 1.000 bis 2.000 Euro Kosten entstehen können.
Übrigens: „Bei der Uelzener Versicherung können mithilfe des Reha-Bausteins auch die Kosten für die Physiotherapie nach der OP abgesichert werden“, erklärt Uelzener-Versicherungsexperte Bernd Buttkus.
Ist eine Endoprothese aus verschiedenen Gründen nicht möglich, kann das Hüftgelenk bei Tieren mit geringem Körpergewicht auch entfernt werden. Ob diese sogenannte Femurkopfhalsresektion funktioniert, kann aber nur der Tierarzt im Einzelfall entscheiden. Die Kosten für diesen Eingriff sind deutlich geringer (circa 800 bis 1.200 Euro je Seite). Allerdings fehlt dem Hund dadurch sein Gelenk und die Muskulatur muss die Stabilisierung übernehmen. Die Tiere sind außerdem nicht mehr voll belastbar.
Damit Hundehalter nicht alleine auf den OP-Kosten sitzen bleiben, empfiehlt sich der Abschluss einer Hunde-OP-Versicherung. Viele Anbieter übernehmen für Operationen bei Hüftdysplasie allerdings keine Kosten. Anders ist das bei der neuen Hunde-OP-Versicherung der Uelzener Versicherung. „Der Hund und seine Gesundheit ein Leben lang liegen uns am Herzen“, sagt Uelzener-Versicherungsexperte Buttkus. Deshalb sind dort alle Operationen versichert, auch solche aufgrund von HD.
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von: ©Uelzener Versicherungen
Lesen Sie mehr zu diesem Thema - Hüftgelenksdysplasie