Region West
25.07.2026 16:00 Uhr - 26.07.2026 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier (Doppelturnier)
Region Mitte
08.08.2026 14:00 Uhr - 09.08.2026 15:00 Uhr Ersatztermin: Agility-Cup-Turnier
Region West
09.08.2026 08:00 Uhr - 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region Nord
16.08.2026 08:00 Uhr - 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region West
22.08.2026 17:00 Uhr - 23.08.2026 16:00 Uhr Sommerfest
mit lustigem Hunderennen + Hundeolympiade + Fotoshooting
23.08.2026 11:00 Uhr - 16:00 Uhr IRJGV-Nordsee-Siegerschau
- für alle Rassehunde & "Tag des Hundes" für alle Mischlingshunde -
29.08.2026 10:00 Uhr - 15:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region Nord
29.08.2026 16:00 Uhr - 30.08.2026 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region West
05.09.2026 15:00 Uhr - 06.09.2026 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region Nord
06.09.2026 08:00 Uhr - 16:00 Uhr IRJGV-Grenzland-Siegerschau Niederlande - mit Vergabe des „Auslands-CACIB“
- für alle Rassehunde -
13.09.2026 10:00 Uhr - 15:00 Uhr Agility-Richter- & LG-Beauftragten Arbeitskreis-Tagung
03.10.2026 11:30 Uhr - 15:00 Uhr Deutsche Agility Meisterschaft
04.10.2026 08:00 Uhr - 16:00 Uhr Lustiges Hunderennen
50-Meter-Hunderennen (Dackel starten separat) + Fotoshooting + pfiffiges Hunderennen
04.10.2026 11:00 Uhr - 16:00 Uhr IRJGV-Euregio-Siegerschau - mit Vergabe des „Auslands-CACIB"
- für alle Rassehunde -
18.10.2026 10:00 Uhr - 15:00 Uhr IRJGV-Südwestdeutschland-Siegerschau
- für alle Rassehunde & "Tag des Hundes" für alle Mischlingshunde -
25.10.2026 10:00 Uhr - 15:00 Uhr
Int. Dackelclub Gergweis e.V. (IDG e.V.)
Int. Rasse-Jagd-Gebrauchshunde Verband e.V. (IRJGV e.V.)
Hundetraining und Pflege: Alles für Ihren Hund
Im IDG e.V. & IRJGV e.V. dreht sich alles um Hundetraining, Pflege und Vereinsaktivitäten. Erfahren Sie, wie Sie mit den richtigen Tipps das Leben mit Ihrem Hund harmonisch und artgerecht gestalten können.
IRJGV-Nordsee-Siegerschau
mit Tag des Hundes
NEU: ab sofort zusätzliche Klassen für die Bereiche Senioren & Kastraten
Weitere Informationen zu den Neuerungen finden Sie unter der Rubrik “Aktuelles”: Rassehundeschauen-Sonderschauen - Was ist ab 2026 neu? - oder können Sie bei der Ausstellungsleitung erfragen.
Nähere Veranstaltungsinformationen zur IRJGV-Nordsee-Siegerschau selbst, sind in der Terminübersicht zu finden.
Mensch & Hund auf einer Welle – für eine bessere „Verbindung“
Rückblick auf ein zweitägiges Seminar, im April des Jahres, der Gruppe Niedersimten mit Sabine Padberg
„Dein Hund kam seitlich zu Dir, weil du den Oberkörper vorgebeugt hast. Hier waren Dein Rufen und Deine körpersprachliche Botschaft widersprüchlich. Das Vorbeugen schafft Distanz, was in diesem Zusammenhang dem Hund gegenüber „unhöflich“ ist. Dein Hund hat dies realisiert und das Beste daraus gemacht – er hat sich Dir höflich von der Seite genähert.“ Erstaunen bei der Besitzerin, aber auch Freude, konkret zu wissen, was sie verbessern kann in der Verbindung zu ihrem Hund. Das Ändern von Kleinigkeiten bewirkt oft einen großen Schritt in Richtung „Mensch und Hund auf einer Wellenlänge“!
Sabine Padberg, vom Hundeverhaltenszentrum „Canisland“ in Kuppenheim, war für ein zweitägiges Seminar zu Gast beim „Pfotentreff“ in Niedersimten. Bei ihr steht das Coaching der Menschen im Vordergrund. Padberg bezeichnet sich selbst als „Dolmetscherin”.
Sie verdeutlicht dem Hundehalter, wie die unbewusste menschliche Körpersprache vom Hund wahrgenommen wird und wie der Mensch sich seinem Vierbeiner gegenüber besser ausdrücken kann. Denn, wer wünscht sich dies nicht: Eine liebevolle und harmonische Verbindung zu seinem Hund. Gemeinsam durch dick und dünn zu gehen - einander vertrauen und verstehen!

„Bitte legt Euch mit Eurem Hund auf eine Decke und kuschelt fünf Minuten!“, so lautete eine Aufgabe.
Was sich einfach anhört, hat einen tiefen Sinn. Können Mensch und Hund entspannen, auch in fremder Umgebung unter fremden Hunden und Menschen? Kann sich der Mensch auf diese Aufgabe einlassen und konzentrieren? Kann der Mensch ganz bei sich und seinem Hund sein? Die nächste Übung folgte. Von der Welle der Entspannung zur Welle der Entrüstung: Wie reagiert der Hund, wenn sein Mensch ihn anbindet, aus dem Blickfeld des Hundes verschwindet und später zurück zur Menschengruppe kommt, ohne den Hund dabei anzuschauen. „Dein Hund ist jetzt sehr pikiert“, so kommentierte Padberg treffend. Es fällt den Menschen schwer, ihre Hunde nicht anzuschauen. „Schaust Du deinen Hund unentwegt an, fühlt er sich unentwegt angesprochen und erwartet immer eine Aufforderung. Richtig entspannen kann dein Hund dann nicht und das ist auf Dauer stressig für ihn.“ Ein weiterer Schritt in Richtung „auf einer Welle“ – dem Hund die Chance geben, sich zu entspannen.
„Mindestens einmal täglich richtig miteinander Spaß haben, ist ein absolutes Muss für jedes Mensch-Hund-Team“, so Padberg. „Die Königsdisziplin ist das Spiel ohne Hilfsmittel – hier sind Hund und Mensch in einer besonderen Interaktion. Jeder muss auf sein Gegenüber eingehen, Timing ist wichtig, aber auch Fantasie, Gefühl, Körpersprache beim Hund erkennen und selbst weder ein übergriffiger noch ein langweiliger Spielpartner sein. Solch ein Spiel ist die wahre Kunst!“
Am Ende der beiden Tage stand ein gelungenes Seminar mit glücklichen Hunden, begeisterten Menschen und einer zufriedenen Sabine Padberg: „Genießt die Zeit mit Euren tollen Begleitern an Eurer Seite in Entspannung und im Spiel!“ waren die abschließenden Worte der sympathischen Trainerin.
Weitere Infos: www.pfotentreff-niedersimten.de
©Text: Martina Knapp; ©Fotos: Sandra Dietrich-Saal
Bloß kein Getreide?
Trend, Mythos oder guter Ratschlag?
Getreide in Hundefutter – gefährlich oder genehmigt? Bei der Diskussion über den Sinn und Unsinn von Kohlenhydraten in der Hundenahrung ist vor allem Getreide in der „Schusslinie“. Ist Getreide artgerecht oder ein billiger Füllstoff und können Hunde als Fleischfresser Getreide überhaupt verdauen? Getreidefreie Hundefutter werden als die bessere Alternative angeboten, weil Getreide angeblich Allergien auslöst. Viele Mythen ranken um dieses Thema.
Vorweg: Hunde bevorzugen es, nur 10% ihrer Kilokalorien über Kohlenhydrate zu decken, 30 % über Eiweiß und 60% über Fett. Kohlenhydrate sind nicht essentiell, also lebensnotwendig (mit einer Ausnahme, in der Trächtigkeit und Säugezeit brauchen Hündinnen Kohlenhydrate, um Milch bilden zu können). Das waren aber objektiv betrachtet auch schon die Nachteile.
Auf der Habenseite sind Kohlenhydrate: schnell verfügbare Energielieferanten und zudem Lieferanten von Ballaststoffen, die eine optimale Verdauung unterstützen.
Wenn nicht aus Kohlenhydraten (z.B. dem Polysaccharid Stärke), woher kann die benötigte Energie im Futter sonst stammen?
Fett ist einer der drei möglichen Energielieferanten, steht meistens aber eher für Leistung auf lange Sicht zur Verfügung, weil es im Körper als Energiedepot in den Fettzellen gespeichert wird und nicht für sofortige Leistungsmomente genutzt werden kann. Eiweiß wird hauptsächlich für den Aufbau und den Erhalt von Körperzellen genutzt und wird im Überschuss über die Nieren ausgeschieden, kann also nicht gespeichert werden.
Der Wasserbedarf für den Ablauf der Energiegewinnung aus Eiweiß ist größer. Die Abbauprodukte (Ammoniak, der zu Harnstoff wird) sind ausscheidungspflichtig, Ammoniak ist giftig. Der Körper hat also viel zu tun mit der Verdauung von Eiweißen und dieser Aufwand ist für die Bereitstellung von „nur“ Energie zum Toben oder Rennen nicht gerechtfertigt.
Die landwirtschaftliche Revolution -vor allem der Anbau von Weizen- hat Menschen und Wolf gezwungen, sich an eine stärkereichere Ernährung anzupassen. Hunde haben sich daher imLaufe der Domestikation genetisch angepasst und ein Erhitzen von kohlehydratreicher Nahrung ermöglicht es dem Hund, Stärke zu verdauen. In rohem Zustand ist Stärke (z. B. aus Kartoffeln, Weizenkörnern) nicht verdaulich und führt zu Durchfall, das hat aber mit einer allergischen Reaktion nichts zu tun.
Ob der Halter eines gesunden Hundes getreidefrei füttert oder nicht, ist seine persönliche Entscheidung, aber sie sollte nicht auf falschen Argumenten beruhen.
Kartoffeln und Mais liefern übrigens auch Kohlenhydrate und werden in vielen selbstgemachten Rationen eingesetzt, obwohl stärkehaltiges Futter für den Hund als Carnivoren ungeeignet sein soll.
Gesunde Hunde können mit oder ohne kohlenhydrathaltiger Nahrung ernährt werden, bei Hunden mit einer Nieren-, Leber- oder Pankreaserkrankungen kann es sogar erforderlich sein, vermehrt Kohlenhydrate einzusetzen, weil Fette oder Eiweiße reduziert werden müssen.
Auf das in manchen Getreidesorten (nicht nur in Weizen!) vorkommende Klebereiweiß, aber auch auf die Eiweißbestandteile in Reis oder Kartoffeln sind allergische Reaktionen möglich. Einen Hund getreidefrei zu füttern, ergibt allerdings genauso wenig Sinn, wie vorsorglich nie Erdbeeren zu essen, weil man fürchtet irgendwann eine Allergie auf Erdbeeren zu entwickeln. Im Gegenteil – das Verfüttern möglichst vieler Rohmaterialien in den ersten Lebensmonaten wird zunehmend positiv diskutiert, weil der Körper bei einer allergischen Reaktion (= einer völlig überzogenen Abwehrreaktion) auf vermeintlich Fremdes reagiert. Was in den den ersten Lebensmonaten durch Futteraufnahme kennengelernt wurde, ist nicht „fremd“.
Zwei Anmerkungen am Schluss, die nicht direkt den Hund betreffen:
- Stärke wird für den Herstellungsprozess, das Extrudieren von Trockenfutter, gebraucht, sonst würde es keine Futterbröckchen, sondern Fleischmehl im Napf geben.
- Getreide ist preiswerter als Fleisch, in der Herstellung von Fertignahrung und beim Selberkochen. Vor allem als Halter eines großen Hundes ist die Ernährung mit einem hochwertigen Trockenfutter eine preislich akzeptable Alternative.
Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben, können Sie sich gerne an das Expertenteam von hund-fragen-wissen.de wenden. Jeden Montag von 18 bis 20 Uhr gibt es dort einen Live-Chat mit Experten.
Quelle: www.hund-fragen-wissen.de
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von: www.petprofi.de
Tiertafeln
Wichtige Unterstützung von Heimtieren Altersarmut, Hartz 4, Jobverlust durch Corona – viele Menschen sind von finanziellen Krisen betroffen. Um eine Versorgung der im Haushalt lebenden Heimtiere zu unterstützen, helfen deutschlandweit etwa 80 Tiertafeln mit ihren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Nicht nur mit Tierfutterspenden, sondern in besonderen Fällen auch mit der Bezuschussung von Tierarztkosten. Um die Arbeit der Tiertafeln möglich zu machen, können schon kleine Hilfsangebote von Privatpersonen viel bewirken.
Dagmar Oetken ist im Vorstand der seit 2014 bestehenden Tiertafel Rhein-Erft-Kreis und gehört zu den Mitgliedern der ersten Stunde, seit Geburt der Tiertafeln 2004. Was zunächst deutschlandweit als ein Verein begann, formierte sich 2014 neu – so gründeten sich nach und nach in vielen größeren deutschen Städten eigene Tiertafeln als Vereine neu, die durch ehrenamt- liche Hilfe und Spenden am Leben gehalten werden.
Nachfragen, was gebraucht wird
„In Supermärkten finden sich häufig Sammelboxen von Tierschutzvereinen oder Tiertafeln. Wer also einkaufen geht, kann mit einer Futterspende direkt und schnell etwas Gutes tun“, sagt Dagmar Oetken, und verweist darüber hinaus auf den Bedarf an Spezialfutter, das oftmals im Einzelhandel gar nicht zu beziehen ist. „Ein Anruf bei der örtlichen Tiertafel und nachfragen, was speziell gebraucht wird, ist immer sehr willkommen. Auch sind Futtergutscheine aus dem Tierfachhandel eine sehr willkommene Spende, neben einer Geldspende.“ Der Anteil an zu versorgenden Tieren und aktiven Mitgliedern ist je nach Tiertafel und Ort sehr unterschiedlich. Dennoch gilt es, beständig eine hohe Zahl an Hunden, Katzen, Kleintieren und Vögeln mit Spenden zu versorgen – im Rhein-Erft-Gebiet sind es zum Beispiel wöchentlich 120 Hunde, 170 Katzen sowie 30 andere Tiere.
Bedürftigkeit muss nachgewiesen werden
Linda Hüttmann, Vorsitzende der Berliner Tiertafel und damit Betreuerin des deutschlandweit größten Stadtgebiets, erklärt das Procedere, wie man als Tierhalter z.B. während eines Lockdowns Hilfe in Anspruch nehmen kann: „Eine Anmeldung kann schriftlich per Post oder E-Mail, aber auch telefonisch erfolgen. Wichtig ist der Nachweis der finanziellen Bedürftigkeit, etwa durch einen Hartz-4-Bescheid oder einen anderen Einkommens-Beleg, wie einen Rentennachweis.“ Dagmar Oetken hat in den letzten Monaten beobachtet, dass die Zahl an Neuanmeldungen steigt, und sie vermutet, dass es weiterhin mehr werden. „Coronabedingte Insolvenzen, Jobverlust – da kommt bestimmt noch mehr in Zukunft“, sagt sie und befürchtet, dass gleichzeitig wegen finanzieller Engpässe damit auch die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung zurückgeht.
Kooperation mit dem Tierschutz
„Unsere Kunden werden alle mit ihren Haustieren schriftlich erfasst“, berichtet Dagmar Oetken. „Dabei unterstützen wir in einem Haushalt zwei Tiere pro Art undnicht mehr als vier Tiere insgesamt.“ Damit wird das sogenannte Animal Hoarding, die Massentierhaltung in Privatwohnungen, unterbunden.
„Wir unterstützen auch keine Welpenkäufe oder Neuanschaffungen von Zuchttieren während der Bedürftigkeit“, so Linda Hüttmann. Eine Ausnahme bilden alleinstehende Senioren, deren tierischer Begleiter verstorben ist und die sich ohne Haustier sehr einsam fühlen. „Wenn ein neues, älteres Tier aus dem Tierschutz aufgenommen wird, weil sonst immer ein Tier da war – das können wir vertreten“, so die Vorstandsfrau Oetken.
Die ehrenamtliche Arbeit nimmt viel Zeit in Anspruch und ist in Corona-Zeiten mit viel logistischem Aufwand verbunden. „Ohne Corona haben Tiertafeln reguläre Öffnungszeiten, in denen sich die Tierhalter gepackte Futtertaschen abholen können. Im Lockdown versenden wir viele Futtergutscheine per Post, das ist ein zusätzlicher Kostenfaktor“, sagt die Berliner Tiertafelvorsitzende Hüttmann. „Viel Zeit nimmt auch das Packen des Futters und Verräumen im Lager in Anspruch, da sind bei den ehrenamtlichen Helfern wegen des Schleppens gerne Männer gesehen“, so Dagmar Oetken augenzwinkernd.
Tierarztkosten und Spezialfutter
Viele Tiere sind schon betagter und benötigen Medikamente oder spezielles Futter. Bei der Tiertafel Rhein-Erft kann eine eingereichte Tierarztrechnung bezuschusst werden. Etwas anders läuft es in der Hauptstadt: „Wir bekommen vom Land Berlin eine finanzielle Zuwendung und haben eine Tierärztin, die einmal pro Woche eine Sprechstunde für die Tiertafelnutzer anbietet. Außerdem geben wir Gutscheine für die Bezuschussung von Tierarztrechnungen heraus“, erzählt Linda Hüttmann.
Darüber hinaus gibt es bei vielen Tiertafeln die Möglichkeit, mit Patenschaften für einzelne Tiere direkt zu helfen. Dagmar Oetken resümiert: „Wir sind definitiv auf die Hilfe durch Spenden angewiesen – wenn es weiterginge, ist vielen Menschen und Tieren damit geholfen.“
Quelle: IVH
Pfötchen statt Pillen
Hunde & Katzen helfen gegen Depressionen
Psychische Krankheiten sind meist ein Albtraum für die Betroffenen. Die Symptome können im Alltag jedoch durch gute Gesellschaft auf vier Pfoten gelindert werden, wie eine schottische Studie zeigt. Demnach können Hunde und Katzen ihre Halter bei Depressionen unterstützen und neuen Lebensmut geben.
Selbstaufgabe, Schlafstörungen, Schuldgefühle – die Symptome einer Depression können vielfältig sein. Und es werden immer mehr Menschen, die mit der Krankheit zu kämpfen haben: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass mittlerweile weltweit mehr als 300 Millionen Menschen an Depressionen leiden – das sind 4,4 Prozent der Weltbevölkerung.
Umso erfreulicher ist die Erkenntnis, dass das Zusammenleben mit Hunden und Katzen die Krankheitssymptome offenbar lindern oder zumindest erträglicher machen kann. Das ist zumindest die Schlussfolgerung eines Forscherteams der Universitäten West-Schottland und Edinburgh. „Es ist bemerkenswert, wie Heimtiere unseren Ergebnissen zufolge Panikattacken, Suizidversuche und den Drang zur Selbstverletzung verhindern“, schreiben die Wissenschaftler rund um die Psychologin Dr. Roxanne D. Hawkins im Fachblatt „Anthrozoös“. Dies geschehe sowohl durch direkte Mechanismen – beispielsweise Angstreduzierung durch Berührung – als auch auf indirektem Wege, beispielsweise durch die Ablenkung von Grübeleien.
Tierhalter empfinden mehr Lebensfreude
Die Wissenschaftler haben 119 erwachsene Tierhalter im Rahmen einer qualitativen Studie zu ihrer psychischen Erkrankung und dem Einfluss ihres Heimtiers befragt. 41 davon lebten mit einer diagnostizierten psychischen Erkrankung, 70 Personen berichteten von aktuellen psychischen Problemen. Alle füllten einen Fragebogen aus, der sich um ihre Heimtiere und ihren mentalen Zustand drehte. Die Forscher werteten anschließend die Antworten mithilfe einer Codierung aus.
In sechs Themenbereichen erkannten die Wissenschaftler große Vorteile der Tierhaltung: Sie verzeichneten gesteigerte Lebensfreude und Motivation, reduzierte Angst- und Paniksymptome, verbesserte soziale Beziehungen, weniger Einsamkeit sowie einen verbesserten Heilungsprozess der psychischen Erkrankung.
Körperkontakt und Bewegung wirken heilsam
Besonders der Körperkontakt zum eigenen Tier wurde von den Studienteilnehmern als wohltuend bewertet: „Egal, wie traurig ich bin – wenn ich meine Katzen spielen sehe, muss ich lächeln“, gab eine Probandin bei der Befragung an. „Lege ich meine Hand auf ihr Fell und fühle ihre Wärme, werden meine Angst- und Panikgefühle weniger.“ Der Effekt, dass Körperkontakt mit einem freundlichen Tier Glücksgefühle auslöst sowie Blutdruck und Herzfrequenz senkt, ist sogar wissenschaftlich erwiesen.
Auch die Motivation zur Bewegung wurde von den befragten Tierhaltern als hilfreich beschrieben. „Wenn ich mich morgens schlecht fühle, sorgt mein Hund dafür, dass ich trotzdem aufstehe und mit ihm laufe. Dann fühle ich mich besser“, wird ein Teilnehmer der Studie zitiert. Für positive Effekte sorgte zudem die Tatsache, dass Tierhalter eine Verantwortung für ihr Tier empfinden und sich gebraucht fühlen.
Tiere sind keine Therapeuten
Dennoch sollten Tiere den Wissenschaftlern zufolge nicht als Therapeuten verstanden werden: „Sie können keine psychischen Krankheiten ‚behandeln‘ und sollten demnach auch nicht so behandelt werden“, heißt es in der Studie.
Quelle: IVH
Ach, Du DICKER Hund !
Müssen dicke Hunde wirklich sein ?
Ein amerikanisches Sprichwort sagt: “Hunde sind wohl die einzigen Freunde, die man kaufen kann”. Nun, wir sehen das nicht so; sondern denken eher, daß sich dieses Sprichwort NUR auf den Menschen beziehen kann! Wer kennt sie nicht die “falschen Freunde”, die nur so lange zu einem stehen, solange diese sogenannten Freundschaften Vorteile bieten und das Weite suchen, sobald menschliche, gesundheitliche und finanzielle Krisen ein “Easygoing” trüben?
Hunde sind dem Menschen ausgeliefert und sie passen sich ihren Lebensumständen an, wie dies kaum einem anderen Lebewesen in vollem Umfang gelingt. Leider wird aus erdrückender Tierliebe aber nicht selten Tierquälerei. Wenn der Mensch sich der Völlerei ergibt, oder im Gegensatz hungert, um in die neueste Klamotte zu passen, dann ist das seine (mehr oder weniger) bewußte Entscheidung. Er kann etwas dafür (oder dagegen) tun. Der Hund aber hat keine Wahl. Natürlich werden überwiegend die meisten Hunden in den Familien gut, abwechslungsreich und bedarfsgemäß ernährt und auch gepflegt, umsorgt und ihr Wohlbefinden in den Fokus gestellt. Wie kann es dann sein, daß die Fettsucht nicht nur die menschliche Wohlstandsgesellschaft immer mehr belastet, sondern auch die Haustiere in dieser überzivilisierten Welt?
Mit dem Kauf eines Hundes erwirbt man sich nicht nur Freundschaft, Liebe und Treue auf vier Beinen, sondern übernimmt vor allem die Verantwortung für ein lebendes Wesen. Zu dieser Verantwortung gehören Pflichten, wie die Pflege und VERPFLEGUNG. Scheinbar ist gerade die Frage nach der Verpflegung (immer noch) der Grund zu den grundlegendsten Fehlern in der Hundehaltung allgemein. Hundekäufer sind verwirrt aufgrund der vielfachen und unübersichtlichen Nahrungsangebote für ihren Hausgenossen. Fertignahrungsprodukte in Trocken, Halbtrocken oder in Dosennahrung werden in allen Supermarktketten und Zoofachhandlungen angeboten. Alternativen, wie BARFEN oder sogar vegetarische und vegane Ernährungsarten vervollständigen die unüberschaubare Angebotspalette. Dann kursieren noch immer “Weisheiten” wie: Der Hund weiß selbst, wann er genug hat - ein Wolf “überfrißt” sich ja auch nicht. Nun, Wölfe “überfressen” sich durchaus, wenn sie die Gelegenheit dazu haben und entsprechende Beute gemacht haben. Sie “trainieren” die aufgenommene Energie aber auch wieder ab, weil sie dafür kilometerweite Strecken zurücklegen müssen.

Egal ob Rasse- oder Mischlingshund: Falsche Ernährungsgewohnheiten führen zu Übergewicht und gesundheitlichen Problemen. Foto Mischling©Jeremy Vandel/Wikimedia Commons; Foto Beagle©shutterstock.com/Eric_IsseleeWie kommt es also zur Fettsucht (Adipositas) beim Hund?


Übergewicht entwickelt sich, wenn der Hund mit der angebotenen Nahrung mehr Energie aufnimmt, als er verbrauchen kann. Diese überschüssige Energie wird in Fettzellen gespeichert. Dabei besteht eine Abhängigkeit darin, wie viele von diesen Fettzellen ein Hund hat - und dies wiederum entscheidet sich in der Wachstumsphase. Je mehr Kalorien einem jungen Hund über das normale Maß hinaus zugeführt werden, desto mehr Fettzellen werden als „Energiespeicher“ gebildet.
Nimmt der Hundewelpe dagegen zu wenig Energie auf, kann er nicht richtig heranwachsen und ebenfalls Fehlentwicklungen ausbilden. Der Grundstein wird also in den wichtigen Entwicklungsmonaten gelegt, um späterem Übergewicht oder Mangelerscheinungen entgegen zu wirken.
Um Übergewicht vermeiden zu können, ist oberste Priorität eine angepaßte Energiezufuhr; sie sollte der jeweiligen Lebensphase eines Hundes entsprechen.
Wird der Hund dauerhaft mit zu viel Energie versorgt, nimmt er unausweichlich zu und wird fettleibig werden. Ein adipöser Hund kann nur abnehmen, wenn er weniger Energie aufnimmt, als er verbrauchen kann. Dies muß allerdings unbedingt mit tierärztlichem Rat und tierärztlicher Begleitung geschehen. Außerdem sollten Sie abklären lassen, ob für das Übergewicht nicht grundsätzlich gesundheitliche Ursachen vorliegen (z.B. Schilddrüsen-Unterfunktion). Muß das Gewicht reduziert werden, wird weniger Futter angeboten oder Futter mit weniger Energiegehalt gegeben. Außerdem müssen mehr Kalorien durch MEHR Aktivitäten verbraucht werden - was meist auch den Hundehalter aus seiner bisherigen Inaktivität holt! Für Mensch und Hund stellt sich nach erfolgreicher Gewichtsreduzierung die Aufgabe, das Erreichte zu erhalten - nicht wieder zuzunehmen und in alte Gewohnheiten zu fallen. Also haben Nahrungsmenge und Energiegehalt sowie Aktivitäten auch weiterhin möglichst im Einklang zu stehen. Übergewicht frühzeitig vermeiden! Wie beim Menschen, hat frühe und langjährige Fettleibigkeit auch für den Hund schwerwiegende Folgen. Die Lebenserwartung sinkt, wie auch die allgemeine Lebensqualität. Unbeweglichkeit, Gelenkserkrankungen, Schweratmigkeit, Herz-Kreislauferkrankungen, Schmerzen bei der Bewegung, Hauterkrankungen, Diabetes oder Haut- und Fellprobleme - und sogar Inkontinenz können ein wirkliches “Hundeleben” bedeuten!
Belohnungen ja - aber bitte richtig
Leckerlis sind natürlich (oft) motivierende Belohnungen. Wenn sich diese im Training nicht vermeiden lassen, dann ist diese Menge von der täglichen Futterration abzuziehen. Geben Sie diese Leckerlis zusätzlich, werden die Fettpolster sicher nicht kleiner werden. Sie können als Belohnungen ja auch z.B. Karottenstückchen verwenden... Wenn Sie dennoch eine Neigung zur Übergewichtigkeit Ihres Hundes feststellen, dann wiegen Sie am Morgen die Futtermenge am besten ab - um so den Tagesüberblick nicht zu verlieren. Und sollten Sie mehrere Hunde halten, dann frißt selbstverständlich jeder Hund nur aus seinem eigenen Napf, die für ihn abgemessene Futtermenge. Sollten die Hunde untereinander Futterneid entwickeln, dann ist außerdem eine getrennte Fütterung ratsam.
Freude an der Bewegung können Hunde nur haben, wenn sie körperlich fit sind. Foto: ©Kurt F.Domnik/pixelio.deBewegung - Bewegung – Bewegung
Wenn Ihr Hund Gewicht verlieren soll, dann muß er sich ausreichend bewegen. Die “kleine Runde”, damit er sein “Geschäft macht”, ist einfach nicht ausreichend. Nehmen Sie sich die Zeit und steigern nach und nach Länge und Intensität Ihrer täglichen Spaziergänge. Bewegung tut Hunden und Menschen gut. Das Lieblingsspielzeug mag ein erster Anreiz sein, das Sie mitnehmen und er apportiert. Doch dann ist Abwechslung und neuer Anreiz gefragt. Hat Ihr Hund bereits gesundheitliche Einschränkungen, wie Rücken oder Gelenksprobleme, dann wäre kontrollierte Bewegung im Wasser angebracht. Und wenn Ihr Hund Sie bei Ihren eigenen sportlichen Aktivitäten begleiten kann (Joggen, Radfahren, Wandern usw.), dann wird sich der Spaß an Ihren Beschäftigungen sicher gegenseitig ergänzen und auch dauerhaft in Ihrem Alltag umzusetzen sein. Will der Hund einmal nicht fressen, so ist das kein Grund zu Besorgnis. Ein “Fastentag” in der Woche ist durchaus natürlich. Soll ein übergewichtiger Hund aber Gewicht reduzieren, dann dürfen Sie dies auf keinen Fall mit einem oder mehreren Fastentagen versuchen - oder auf “eigene Faust”. Eine umfassende Umstellung der Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten ist unbedingt erforderlich. Ziehen Sie die ausführliche und fachmännische Begleitung Ihres Tierarztes zu Rate. Ihr aktiver, gesunder Hund wird es Ihnen mit Lebensfreude und einem langen Hundeleben danken!
Bremer Hundeführerschein
Neues Gesetz über das Halten von Hunden!
Sachkundenachweis: Ab dem 1. Juli 2026 gilt für alle, die sich einen Hund anschaffen wollen, grundsätzlich die Pflicht, die Sachkundeprüfung abzulegen – theoretisch und praktisch. Die theoretische Prüfung ist vor Aufnahme des Hundes abzulegen, der praktische Teil innerhalb eines Jahres nach Aufnahme des Hundes.
Von diesem Grundsatz gibt es eine Ausnahme: Wer nach Inkrafttreten des Gesetzes einen Hund anschaffen möchte, aber in den vergangenen fünf Jahren schon mindestens zwei Jahre einen Hund hatte und schon die theoretische Sachkundeprüfung bestanden hat, muss nur noch die praktische Prüfung mit dem neuen Hund machen.
Es gilt eine zweijährige Übergangsfrist für Personen, die bereits Hunde halten, die nach dem Gesetz als gefährlich gelten. Diese Personen müssen innerhalb der Übergangsfrist eine Sachkundeprüfung (Theorie und Praxis) ablegen.
Alle anderen, die jetzt schon einen Hund halten, müssen die Prüfung nicht nachholen. Das gilt auch für Tierärztinnen und Tierärzte, Menschen, die eine Prüfung für Jagdhunde gemacht haben oder einen Blindenhund halten.
Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht: Alle Hunde müssen zukünftig eindeutig durch einen Mikrochip gekennzeichnet und in einem Register erfasst werden.
Haftpflichtversicherung: Die Halterinnen und Halter sind künftig verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung für ihren Hund abzuschließen (mindestens 500.000 Euro bei Personenschäden und 250.000 Euro bei Sachschäden).
Erlaubnispflicht für gefährliche Hunde: Hunde, die als gefährlich eingestuft wurden, dürfen nur mit behördlicher Genehmigung gehalten werden.
Das Gesetz wurde unter Einbindung einer Vielzahl von Institutionen erarbeitet, darunter Tierschutzorganisationen, die Tierärztekammer Bremen und der Verband für das Deutsche Hundewesen. Während die meisten Neuerungen auf breite Zustimmung gestoßen sind, wurde insbesondere die Beibehaltung der Rasseliste kontrovers diskutiert. Wissenschaftliche Erkenntnisse legen nahe, dass die Gefährlichkeit eines Hundes nicht ausschließlich von seiner Rasse abhängt. Innensenator Mäurer erklärt dazu: "Wir haben uns bewusst für eine differenzierte Lösung entschieden. Die Rasseliste bleibt zunächst bestehen, aber wir werden ihre Wirksamkeit fortlaufend prüfen. Unser Ziel ist es, ein praxisnahes und wissenschaftlich fundiertes Regelwerk zu schaffen."
Quelle: Senatspressestelle Bremen