int. Dackel-club gergweis e.V. int. rasse-jagd-gebrauchshunde-verband e.V.
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Agility-Cup-Turnier
Region West
25.07.2026 16:00 Uhr - 26.07.2026 16:00 Uhr
Agility-Cup-Turnier (Doppelturnier)
Region Mitte
08.08.2026 14:00 Uhr - 09.08.2026 15:00 Uhr
Ersatztermin: Agility-Cup-Turnier
Region West
09.08.2026 08:00 Uhr - 16:00 Uhr
Agility-Cup-Turnier
Region Nord
16.08.2026 08:00 Uhr - 16:00 Uhr
Agility-Cup-Turnier
Region West
22.08.2026 17:00 Uhr - 23.08.2026 16:00 Uhr
Sommerfest
mit lustigem Hunderennen + Hundeolympiade + Fotoshooting
23.08.2026 11:00 Uhr - 16:00 Uhr
IRJGV-Nordsee-Siegerschau
- für alle Rassehunde & "Tag des Hundes" für alle Mischlingshunde -
29.08.2026 10:00 Uhr - 15:00 Uhr
Agility-Cup-Turnier
Region Nord
29.08.2026 16:00 Uhr - 30.08.2026 16:00 Uhr
Agility-Cup-Turnier
Region West
05.09.2026 15:00 Uhr - 06.09.2026 16:00 Uhr
Agility-Cup-Turnier
Region Nord
06.09.2026 08:00 Uhr - 16:00 Uhr
IRJGV-Grenzland-Siegerschau Niederlande - mit Vergabe des „Auslands-CACIB“
- für alle Rassehunde -
13.09.2026 10:00 Uhr - 15:00 Uhr
Agility-Richter- & LG-Beauftragten Arbeitskreis-Tagung
03.10.2026 11:30 Uhr - 15:00 Uhr
Deutsche Agility Meisterschaft
04.10.2026 08:00 Uhr - 16:00 Uhr
Lustiges Hunderennen
50-Meter-Hunderennen (Dackel starten separat) + Fotoshooting + pfiffiges Hunderennen
04.10.2026 11:00 Uhr - 16:00 Uhr
IRJGV-Euregio-Siegerschau - mit Vergabe des „Auslands-CACIB"
- für alle Rassehunde -
18.10.2026 10:00 Uhr - 15:00 Uhr
IRJGV-Südwestdeutschland-Siegerschau
- für alle Rassehunde & "Tag des Hundes" für alle Mischlingshunde -
25.10.2026 10:00 Uhr - 15:00 Uhr

Int. Dackelclub Gergweis e.V. (IDG e.V.)
Int. Rasse-Jagd-Gebrauchshunde Verband e.V. (IRJGV e.V.)

Hundetraining und Pflege: Alles für Ihren Hund

Im IDG e.V. & IRJGV e.V. dreht sich alles um Hundetraining, Pflege und Vereinsaktivitäten. Erfahren Sie, wie Sie mit den richtigen Tipps das Leben mit Ihrem Hund harmonisch und artgerecht gestalten können.

Foto:©Christian Horvat/Wikimedia Commons

Achtung - Telefonisch nicht erreichbar

Wir sind im Moment nicht erreichbar!

Aufgrund technischer Umstellungen in unseren Büroräumen, kann es möglich sein, dass das Verbandsbüro von Freitag, 02.10.2026 bis einschließlich Dienstag, 06.10.2026 nicht erreichbar ist. Wenn alles planmäßig verläuft -wovon wir ausgehen- stehen wir Ihnen ab Mittwochvormittag, wieder zu den gewohnten Bürozeiten für Ihre Anfragen zur Verfügung. Wir hoffen auf Ihr Verständnis und wünschen Ihnen -samt Vierbeiner- eine gute Zeit! Ihre IDG-IRJGV-Crew aus Roßbach  Foto:©Christian Horvat/Wikimedia Commons

Aufgrund technischer Umstellungen in unseren Büroräumen, kann es möglich sein, dass das Verbandsbüro von Freitag, 02.10.2026 bis einschließlich Dienstag, 06.10.2026 nicht erreichbar ist.

Wenn alles planmäßig verläuft -wovon wir ausgehen- stehen wir Ihnen ab Mittwochvormittag, wieder zu den gewohnten Bürozeiten für Ihre Anfragen zur Verfügung.

Wir hoffen auf Ihr Verständnis und wünschen Ihnen -samt Vierbeiner- eine gute Zeit!

Ihre IDG-IRJGV-Crew aus Roßbach

 

 

 Foto:©Christian Horvat/Wikimedia Commons

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Foto:©IDG/IRJGV-Hauser

Die „Rasse-Bewertung“

Welche Rolle spielt sie in der Rassehundezucht?

Die Festlegung der Rassemerkmale eines Hundes – der Rassestandard – wird von Verbänden bestimmt. Ziel unseres Verbandes ist eine vernünftige Rassehundezucht – „züchterische Raritäten/Abnormitäten“ finden keine Idealisierung!

Sie besitzen einen Rassehund, der sich prächtig entwickelt. Sie haben Spaß und Freude an Ihrem Vierbeiner. Richtig so. Haben Sie auch schon einmal eine Rassehunde-Ausstellung besucht, um Ihren Hund nach seinem Rassestandard überprüfen zu lassen?
Rassehunde-Ausstellungen sind „Schönheitsschauen“, die für den Hundefreund (und den Rassehunde-Züchter) interessant und wichtig sein können, wenn Beratung und fachliche Beurteilung damit verbunden sind.

Der Rassestandard, die Festlegung der Rassemerkmale eines Hundes, wird von Verbänden bestimmt. Dazu ist es wichtig zu wissen, dass Rassehundezucht keinen „gesetzlichen“ oder „staatlichen“ Vorschriften, bzw. Anerkennungen unterliegt. Darum ist die Festlegung der jeweiligen Standards in den Verbänden erheblich unterschiedlich, ja teils widersprüchlich.

Wenn wir das Ziel einer vernünftigen Rassehundezucht nicht aus den Augen verlieren wollen und wissen, daß grundsätzlich nur die Zucht mit gesunden und wesensfesten Hunden als Richtungspunkt gelten kann, um wiederum entsprechende Nachzucht zu erhalten, muss daraus folgen, dass dem Standard gemäß als wertvoll und schön auf keinen Fall ungesunde oder „züchterische Raritäten/Abnormitäten“ (in Formen und Farben) idealisiert werden dürfen.

Ein Richter, der sich ernsthaft um den Rassehund bemüht, kann fachlich Haltung, Bewegung und Gesamterscheinung beurteilen. Größe und Gewicht wären mit Maßstab und Waage zu messen, ob sie dem „verbandseigenen“ Rassestandard entsprechen.

Aber: Nicht die Größe oder die Zierlichkeit, die Schwere oder Winzigkeit der körperlichen Maße sind entscheidend für eine objektive, rassische Beurteilung, sondern die „Ausgewogenheit“ des äußerlichen Erscheinungsbildes. Anatomie, Genetik und Rassestandard sind eng miteinander verbunden. Werden Rassebestimmungen festgelegt, ohne anatomisch-physiologische und genetische Zusammenhänge zu berücksichtigen, führt dies unausweichlich zu schweren Schäden in einer Rasse.

Besondere „Rasse- und Schönheitsmerkmale“ , wie hier der haarlose Chinese Crested Dog, mit z.B. weitgehender Nichtanlage ganzer Zahngruppen, sind nicht „interessant“ oder „schön(?)“, sondern krank! Foto:©shutterstock.com/Eric Isselee
Besondere „Rasse- und Schönheitsmerkmale“ , wie hier der haarlose Chinese Crested Dog, mit z.B. weitgehender Nichtanlage ganzer Zahngruppen, sind nicht „interessant“ oder „schön(?)“, sondern krank! Foto:©shutterstock.com/Eric Isselee
Dennoch werden für Hundemode und -verkauf nach wie vor neue Rassen kreiert, die bewusste Zucht mit Defektgenen, körperlich schwachen und auch kranken Hunden, wird in Kauf genommen, um das „Besondere“ zu erhalten. Dies gilt leider teilweise für zahn- und nasenlose Toy- und „Pet-Rassen“ mit Atemnot und Schluckbeschwerden, für „Harlekins“ und „Tiger“ und die vielen Fehlfarben, mit dem Resultat, blinder und taub geborener Welpen.

Rassehundezucht kann zur Tierquälerei werden und zum wirklich üblen Geschäft mit dem Hundeleben. Umso mehr sind Zucht- und Ausstellungsrichter gefordert, die in ihrer Beurteilung und Bewertung des Rassehundes zu entscheiden haben.
Um einen Rassestandard zu verbessern, die Zucht gesunder, widerstandsfähiger, in Form und Wesen gefestigter Hunde in den Vordergrund zu stellen, dürfen Standards nicht von Vereinsinteressen bestimmt werden.

Doch was ist „schön“ beim Hund, wie werden die „schönsten der Schönen“ gekürt, bzw. unterschieden - wenn es für den Besitzer doch keinen anderen Hund gibt, der dem Vergleich mit dem eigenen Vierbeiner standhält?

Lesen Sie dazu auch unsere Infos zum Schönheitswettbewerb und der Bewertungskriterien.

 

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Foto©shutterstock.com/smrm1977

Schöner wohnen mit Hund:

Wie gute Fellpflege zu einer sauberen Wohnung beiträgt

Hunde machen Dreck. Sie verlieren Fell, schütteln Staub aus ihrem Haarkleid und verteilen kleine Sandkörner in der Wohnung, die sich beim Spaziergang an ihren Pfoten gesammelt haben. Doch mit einigen Tipps zur Fell- und Pfotenpflege bleibt ein Großteil des Drecks dort, wo er hingehört: draußen.

Hunde machen Dreck. Sie verlieren Fell, schütteln Staub aus ihrem Haarkleid und verteilen kleine Sandkörner in der Wohnung, die sich beim Spaziergang an ihren Pfoten gesammelt haben. Doch mit einigen Tipps zur Fell- und Pfotenpflege bleibt ein Großteil des Drecks dort, wo er hingehört: draußen.

So schön das Leben mit dem Hund auch ist – jeder Hundebesitzer weiß, dass der Vierbeiner nicht nur Zeit, Aufmerksamkeit und Erziehung braucht, sondern auch gepflegt werden muss. Dies dient nicht nur der Gesunderhaltung. Regelmäßige Fellpflege sorgt auch dafür, dass die eigenen vier Wände nicht täglich von Fellbüscheln und Sandkrümeln bevölkert werden. 

Fell ist nicht gleich Fell

Je nach Rasse verfügen Hunde über ein Lang-, Mittel- oder Kurzhaarkleid. Doch nicht jeder langhaarige Vierbeiner macht automatisch mehr Dreck als der Kurzhaar-Kollege. „Hundefell kann ein- oder mehrschichtig sein – bei der mehrschichtigen Variante hat der Hund nicht nur Deckhaar, sondern auch Unterwolle“, erklärt Fellpflege-Expertin und Hundefriseurin Martina Borchmann. „Erstens verlieren Hunde mit mehreren Fellschichten eine größere Menge an Haaren, und zweitens verfängt sich gerade in der Unterwolle der Dreck vom Spaziergang sehr viel leichter.“

Die Fachfrau rät, den Hund unbedingt regelmäßig -wenn möglich draußen- gründlich zu bürsten und auf diese Weise dafür zu sorgen, dass „totes Fell” entfernt wird, die verbleibende Unterwolle sauber bleibt und nicht verfilzt. „Durch regelmäßiges Bürsten wird zudem die Durchblutung der Haut angeregt. Nur unter sauberem Fell kommt genügend Luft an die Haut. Luft und eine gute Durchblutung sorgen dafür, dass die Talgdrüsen der Haut optimal arbeiten und sich weder Keime noch Pilze oder Schuppen ausbreiten“, ergänzt die Expertin, die sich als Fachgruppenvorsitzende „Heimtierpflege im Salon“ des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) für den sachkundigen Umgang mit Heimtieren einsetzt. 

Eine haarige Angelegenheit: Der Fellwechsel

Im Herbst und im Frühjahr ist der Fellverlust des vierbeinigen Partners häufig am größten – es ist Fellwechsel-Zeit, besonders für jene Rassen mit Unterfell. „Wenn ein Hund hauptsächlich in der Wohnung lebt und nicht überwiegend draußen, kann es sein, dass der Fellwechsel nicht zu stark ausgeprägt ausfällt. Dennoch gilt: Gerade in dieser Zeit ist tägliches, kurzes Bürsten die einzige Möglichkeit, das ausfallende Fell weitgehend aus der Wohnung zu halten“, sagt die Expertin. 

Der Hund riecht? Baden hilft!

Doch was tun, wenn der tierische Mitbewohner gerade in den regenreichen Monaten mit nassem Haarkleid das Haus betritt – oder sich gar mit Vorliebe im Matsch wälzt? „Der Eigengeruch des Hundes wird durch Feuchtigkeit verstärkt“, sagt Borchmann. „Ist der Hund nur nass, hilft es, ihn mit einem Frotteehandtuch weitgehend zu trocknen. Doch Vorsicht: Gerade das Unterfell von Hunden sollte nicht gerubbelt, sondern wegen der Gefahr des Verfilzens nur in Haarwuchsrichtung getrocknet werden.“

Gegen die Restbestände eines Schlammbads hilft nach Erfahrung der Haarspezialistin nur eins: ein ausgiebiges Bad, allerdings nicht häufiger als vierteljährlich. Ihr Tipp: „Man sollte ein Hundeshampoo mit einem pH-Wert von 7 wählen, dies entspricht dem pH-Wert der Hundehaut. Damit kann man weitgehend sicher sein, der Haut nicht zu schaden.“

Pfotenpflege hält den Sand fern

Damit der Hund weniger Sand in der Wohnung verteilt, sollte man seine Pfoten nach jedem Ausflug kurz reinigen. „Man kann diese mit einem feuchten Lappen vorsichtig abreiben, das entfernt einen Großteil des Sandes“, sagt Borchmann. Sie empfiehlt außerdem, das Fell zwischen den Ballen kurz zu halten und die Krallen regelmäßig kürzen zu lassen. Und für alles, was sich dennoch in der Wohnung ansammelt, hat sie einen letzten Tipp: „Einmal öfter den Staubsauger benutzen!“

Quelle: IVH

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Foto:©IRJGV/Hauser

Gedanken zum Ausstellungswesen im IDG und IRJGV

Lassen wir das Verbandsgeschehen einige Jahre Revue passieren, so können sich die langjährigen Mitglieder sicher an die großen Treffen von Hundefreunden auf unseren zahlreichen Sonderschauen, angeboten im gesamten Bundesgebiet und benachbarten Ausland, erinnern. 300 Hunde vieler Rassen – aber auch Schauen im IDG mit 250 Dackeln und mehr, waren keine Seltenheit und die damaligen „Welt-, Europa-, Deutschland-Siegerschauen“ knackten oft die 1000er Meldegrenze!

Lassen wir das Verbandsgeschehen einige Jahre Revue passieren, so können sich die langjährigen Mitglieder sicher an die großen Treffen von Hundefreunden auf unseren zahlreichen Sonderschauen, angeboten im gesamten Bundesgebiet und benachbarten Ausland, erinnern. 300 Hunde vieler Rassen – aber auch Schauen im IDG mit 250 Dackeln und mehr, waren keine Seltenheit und die damaligen „Welt-, Europa-, Deutschland-Siegerschauen“ knackten oft die 1000er Meldegrenze! Das waren wirklich große Meetings interessierter, engagierter Aussteller und Hundefreunde - man kam miteinander ins Gespräch- tauschte Erfahrungen aus und freute sich oft auf die nächste Veranstaltung, um gewonnene Bekannte und Freude wiederzusehen.

Doch wie sieht es heute aus? Wie hat sich dieser Bereich innerhalb des Verbandes und darüber hinaus in anderen Vereinen entwickelt? Was können wir für Rückschlüsse aus den derzeitigen Resultaten ziehen und wie können wir -wie kann der Verband- darauf reagieren, um diese -zweifelsfrei- wichtige Säule, neben der BGVP und dem Agility, den beiden Hauptangeboten des IDG und IRJGV, auch in Zukunft attraktiv und interessant anbieten zu können?

Um diese Fragen schlüssig beantworten zu können, sollten wir uns zunächst einmal mit dem Sinn und den Hintergründen des Ausstellungswesen und der Philosophie des IRJGV und IDG befassen und bewusst machen, was uns von anderen, vergleichbaren Verbänden unterscheidet bzw. unterscheiden sollte!

Hier muss man sicher unterscheiden zwischen den Interessen der Aussteller und dem eigentlichen Sinn einer Formbewertung auf einer Hundeschau: Die Besucher und Aussteller suchen, neben des gemeinsames Erlebnisses (einen schönen, unterhaltsamen Tag unter Gleichgesinnten), vor allem auch den „sportlichen Wettkampf“: Wer hat den schönsten, den besten Hund des Tages, wer erhält einen der Tagestitel? Die Grundbewertung, sicher der wichtigste Teil einer Hundebewertung nach Formwerten, wird dankbar in Anspruch genommen, wiederholt und ähnelt sich aber meist bei mehrfachen Ausstellungsbesuchen und hat somit bei weitem nicht den Stellenwert, der ihr eigentlich gebührt.

Was beinhaltet die Grundbewertung bzw. welche Aufgabe sollte sie erfüllen? Zunächst soll sie den Aussteller in allen Fragen rund um den Hund (Ernährungs- und Pflegezustand, Umgang mit dem Hund usw.) beraten. Der Richter steht auch für Fragen zur Verfügung und berät den Hundehalter entsprechend. Zudem liegt es am Richter, die Grundbewertung möglichst interessant zu gestalten. So sollten die einzelnen Bewertungskriterien anhand der Ringkarte, aber auch direkt am Hund erklärt werden. Mängel werden besprochen und die Vorzüge, die zweifelsfrei jeder Hund hat, herausgestellt. Der Richter hat sich dabei an den jeweiligen Rassestandard zu halten und diesen maßvoll und mit Verstand anzuwenden. Eine Überinterpretation hat, ebenso wie eine zu lasche Anwendung, zu unterbleiben. Gerade im IDG und IRJGV steht der gesunde Hund und nicht die Rarität im Fokus unserer Betrachtungen zu den gewünschten Zuchtzielen der einzelnen Rassen.

Fast noch wichtiger sind allerdings die Hinweise und kritischen Betrachtungen in Bezug auf den eventuellen Zuchteinsatz des betreffenden Hundes. Sollte bei diesem Hund überhaupt eine Verpaarung empfohlen oder auf Grund dagegen sprechender Kriterien davon abgeraten werden? Oder auf was sollte z.B. bei der Wahl des in Frage kommenden Rüden besonders geachtet werden? Hier stehen vor allem die sogenannten „Qualzucht- Defekte“ im Fokus der Richter: zu klein, zu groß, schlechte Pigmentierung, Modefarben, Bewegungsmängel, Kurznasigkeit, zu große Köpfe, Behaarung welche einer Hund- bzw. rassegerechter Aktivität konträr läuft und, und, und… Leider steht die Rassehundezucht auch aus diesen Gründen mehr denn je in der Kritik vieler Tierschützer und -Rechtler, aber auch etlicher Wissenschaftler, welche sich intensiv mit der Kynologie befassen. Warum gibt es Rassen, die bereits mit 10 Monaten so gut wie ausgewachsen sind aber kaum 8 bis 10 Jahre alt werden? Oder Hündinnen, die nur noch per Kaiserschnitt entbinden können. Es soll inzwischen sogar häufig eingesetzte Zuchthunde geben, die sich nicht mehr „natürlich“ paaren können. Um von diesen Hunden Nachwuchs zu bekommen, kommt dann nur noch die künstliche Besamung in Betracht - eine Praxis welche das Verbandszuchtbuch des IRJGV und IDG übrigens nicht anerkennt!

Frauchen und Hund sind rundum zufrieden und kommen daher zur nächsten Veranstaltung gerne wieder. Foto:©IRJGV/Hauser
Frauchen und Hund sind rundum zufrieden und kommen daher zur nächsten Veranstaltung gerne wieder. Foto:©IRJGV/Hauser
Beim aufmerksamen Betrachten der oben genannten Punkte der Grundbewertung -und es gibt hier sicher noch weitere- wird uns klar, dass dieser Teil mit Abstand das vordergründige Ziel einer Ausstellung sein muss. Ja, die Berechtigung einer derartigen Veranstaltung überhaupt begründet. Die Beurteilung des Hundes nach seinem Formwert, ausgedrückt in den Noten „befriedigend“, „gut“, „sehr gut“ und „vorzüglich“ ist die zentrale Aufgabe einer Hundeausstellung und der Richter unserer Verbände. Ziehen wir einmal in Betracht, dass ein Hund (Rüde wie Hündin) ab „sehr gut“ (natürlich je nach Rasse neben weiteren Voraussetzungen) zur Zucht zugelassen ist, kann man den hohen Wert eines „vorzüglich“ u.U. sogar mit einer Anwartschaft (CACIB oder AW-Jugend) in etwa ermessen.

Dennoch ist, wie eingangs bereits erwähnt, für viele die Siegerausscheidung der eigentliche Höhepunkt einer Sonderschau im IRJGV und IDG. Den zwei ausgeschriebenen Tagestiteln wird scheinbar wesentlich mehr Bedeutung beigemessen als den errungenen Formwerten. Woran mag dies liegen? Ein Grund ist sicher, dass sich Menschen gerne sportlich messen. Wer ist der Beste, Schnellste, Schönste usw. Somit ist es absolut verständlich, dass manch ein Austeller eben den schönsten der schönen Vierbeiner sein Eigen nennen möchte (für ihn ist es ja ohnehin der Schönste und das sollte auch stets so bleiben). Grundsätzlich ja auch in Ordnung, solange hier kein übertriebener Ehrgeiz geweckt und akzeptiert wird, dass diese Auswahl der Richter in erster Linie subjektiv ist und hier auch, im Gegensatz zur Grundbewertung, der persönliche Geschmack der Richter eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Zudem, und damit wären wir wieder beim „sportlichen Vergleich“, zeigt sich nicht jeder Hund auf jeder Veranstaltung gleich. Einmal Sieger heißt nicht immer Sieger - was übrigens bei der Vergabe der Anwartschaften (CACIB bzw. AW-Jugendsieger) ebenso zutrifft. Vielleicht wurde der Hund heute nicht optimal vorgeführt, so dass er sein ansonsten makelloses Gangwerk nicht optimal zeigen konnte, stand nicht optimal, in dem Moment, als er vom Richter kritisch betrachtet wurde - oder aber auch ganz einfach: vielleicht war bzw. gefiel dem Richter heute einer der Mitbewerber einfach besser! Oder, oder, oder…

Leider ist gerade in letzter Zeit eine zunehmende Zahl von Ausstellern zu beobachten, die, ich möchte es fast als sehr „verbissen” bezeichnen, die Ergebnisse ihrer Hunde in der Siegerausscheidung registrieren. Nicht selten mit unschönen Reaktionen in Richtung der Richter oder auch Veranstalter (welche übrigens ebenso wie die Ausstellungsleitung überhaupt keinen Einfluss auf die Bewertung der Hunde und deren Abschneiden in den Siegerausscheidungen haben). Dieses Verhalten hinterlässt oft einen faden Beigeschmack und gibt manch einer eigentlich sehr gelungenen Ausstellung einen negativen Touch. Schade, sollten doch eigentlich ganz andere, vor allem für die Hunde wesentlich wichtigeren Dinge einen schönen Tag unter Hundefreunden kennzeichnen.

Also fasse ich abschließend die wichtigsten Punkte (ohne Anspruch auf Vollzähligkeit) noch einmal zusammen, was Sinn und Wert einer Rassehundeschau ausmachen:

  • Eine fundierte, umfassende Grundbewertung mit verständlichen, nachvollziehbaren Erklärungen des Richters
  • Beratung in allgemeinen Fragen rund um den Hund
  • Schöne Urkunden, sauber mit schöner Schrift ausgestellt
  • Je nach Veranstaltung kleine Erinnerungsgaben
  • Interessantes Rahmenprogramm, Info- und Verkaufsstände
  • Nette Atmosphäre
  • Informierte, hilfsbereite Mitarbeiter des Veranstalters
  • Gute Organisation, nicht zuletzt auch während der Siegerausscheidung

Wenn es uns gelingt -und ich bin davon überzeugt, dass wir dies gemeinsam schaffen können- vor allem auch als Veranstaltungsteam vor Ort, die eigentlichen Ziele einer Hundeausstellung attraktiv und mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln an den potenziellen Aussteller und Hundefreund zu bringen, werden wir auch weiterhin interessante Veranstaltungen anbieten können und auf diesem Wege neue Teilnehmer finden. Dann bleibt es uns hoffentlich erspart, den zweifelhaften Praktiken einiger konkurrierender Vereine zu folgen und z. B. für jeden Hund einen Pokal oder je nach Wahl (und Höhe des Meldegeldes!!) einen oder gar zwei Titel an einem Tag zu vergeben. Diese Dinge würden ohnehin den Grundsätzen der Philosophie unserer Verbände und unserer grundsätzlichen Einstellung zum Hund widersprechen und kämen somit nicht in Betracht.

Besinnen wir uns auf das Wesentliche – und auf das, was dem Hund und somit auch uns als Hundefreund Nutzen und Freude bringt!

Schützen wir unsere Hunde vor fragwürdigen Schauen, welche die Eitelkeiten ihrer Besitzer in den Mittelpunkt stellen. Mögen wir stets bedenken, dass unsere Sonderschauen nicht nur uns Spaß, Freude und Unterhaltung bringen sollen, sondern vor allem unseren Hunden dienen sollen!

In diesem Sinne - ich freue mich auf die nächste Ausstellung und auf ein Wiedersehen!

Uwe Thies

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Foto©IVH

Steuern sparen dank Hund

Selbst für Steuerspar-Experten nicht immer bekannt: Einige spezielle Dienstleistungen rund um den Hund sind steuerlich absetzbar. Dabei muss der Vierbeiner nicht einmal beruflich eingesetzt werden; auch bei Ausgaben für Hunde in Privathaushalten sind steuerliche Ersparnisse möglich. Diese Tipps sollten Hundehalter bei der nächsten Steuererklärung beachten.

Selbst für Steuerspar-Experten nicht immer bekannt: Einige spezielle Dienstleistungen rund um den Hund sind steuerlich absetzbar. Dabei muss der Vierbeiner nicht einmal beruflich eingesetzt werden; auch bei Ausgaben für Hunde in Privathaushalten sind steuerliche Ersparnisse möglich. Diese Tipps sollten Hundehalter bei der nächsten Steuererklärung beachten.

Bei Abgabe der Steuererklärung können auch einige Ausgaben für den Vierbeiner steuerlich abgesetzt werden. „Möchte ich die Kosten für meinen Hund steuerlich geltend machen, gilt es zunächst zu unterscheiden, ob das Tier beruflich eingesetzt wird oder rein privat das Leben bereichert“, erklärt Ralf Thesing, Vizepräsident beim Bund der Steuerzahler Deutschland. Während bei Diensthunden fast alle Kosten, die mit der Haltung verbunden sind, abgesetzt werden können, gibt es bei der privaten Hundehaltung einige Ausnahmen zu beachten.

Der Hund im Privathaushalt:

Betreuungskosten und Gassi-Service steuerlich absetzen

„Ausgaben für Hunde, die zu rein privaten Zwecken gehalten werden, sind erst einmal grundsätzlich nicht absetzbar“, berichtet Thesing. Jedoch können beispielsweise die Kosten für die Hundehaftplicht in der Steuererklärung eingetragen werden. Allerdings nur im Zusammenhang mit den übrigen Vorsorgeaufwendungen innerhalb der geltenden Höchstbeträge. „In den meisten Fällen wirkt sich das dann steuerlich nicht mehr aus, da der Steuerzahler etwa mit Krankenversicherungsbeiträgen diese Grenze schon vollständig ausgeschöpft hat“, so Thesing.

Noch ein Tipp für alle Hundehalter: Wenn Tätigkeiten rund um den Hund im Haushalt oder im Zusammenhang mit dem Haushalt erbracht werden, fallen diese unter die haushaltsnahen Dienstleistungen und können entsprechend steuerlich geltend gemacht werden. Hierzu gehören zum Beispiel Ausgaben für Tiersitter und -trainer. „Sobald die Person, welche den Vierbeiner etwa trainiert, frisiert oder betreut, zu mir nach Hause kommt, kann ich hierfür 20 Prozent der Kosten, maximal von 4.000 Euro pro Jahr, von der Steuer absetzen“, so Thesing. „Die Unterbringung des Vierbeiners in einer Pension gehört allerdings nicht dazu."

Eine weitere Ausnahme in Verbindung mit dem Haushalt stellen Gassirunden mit dem Vierbeiner dar. Holt der Tiersitter den Hund von der Haustür ab und bringt ihn anschließend wieder dorthin zurück, fallen auch diese Ausgaben unter die haushaltsnahen Dienstleistungen, selbst wenn er das Grundstück verlässt (BFH, Urteil vom 25.09.2017 – VI B 25/17).

Nachweise aufbewahren: Um die Kosten später in der Steuererklärung angeben zu können, müssen für die Tätigkeiten Rechnungen ausgestellt und die Beträge dann per Überweisung beglichen werden. „Eine Barzahlung, auch gegen Quittung, reicht nicht aus“, betont der Steuerexperte.

Der Hund ist beruflich im Einsatz?

Fast alle Kosten können abgesetzt werden

„Wenn der Hund beruflich oder dienstlich eingesetzt wird -etwa als Therapie-, Assistenz- oder Rettungshund- sind fast alle anfallenden Ausgaben für das Tier steuerlich absetzbar“, so Thesing. Hierzu zählen mitunter Kosten für die Pflege des Hundes sowie für den Tierarzt, für Futter oder Versicherungen. Diese Zahlungen fallen entweder unter die Betriebsausgaben (bei Selbstständigen) oder unter die Werbungskosten (bei Angestellten). „Erhalte ich vom Arbeitgeber Zuschüsse für den Einsatz des Tieres, muss ich diese entsprechend in der Steuererklärung angeben und den anfallenden Kosten entgegensetzen“, erklärt Thesing. Beim Kauf von Zubehör für den Hund, wie eine Leine oder ein Halsband, empfiehlt der Experte darauf zu achten, entsprechende Nachweise mit einzureichen, welche den betrieblichen Bezug der Kosten nachweisen.

„Hunde, die für ehrenamtliche Tätigkeiten eingesetzt werden,etwa für Besuche in Seniorenheimen, fallen unter die private Hundehaltung, da in diesem Fall die offizielle Erwerbstätigkeit fehlt und das Tier nicht mit einer Einkunftsquelle in Zusammenhang steht“, so Thesing. In dem Fall können also keine Kosten geltend gemacht werden. Bei weiteren Fragen empfiehlt derExperte, sich zum Beispiel an Lohnsteuerhilfevereine oder Steuerberater zu wenden, die nähere Auskünfte erteilen können.

Quelle: IVH

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Foto:©Klaus Wengelnik

Wie stellen sich rasche Trainingserfolge ein?

Die wichtigste Herausforderung im Agility-Sport -und auch schon bei der BGVP-Ausbildung- liegt darin, ob ein Hundeführer seinen Hund für das Lernen, die konsequente, motivierende Arbeit (Begleithunde-Ausbildung + Agility), begeistern kann.

Die wichtigste Herausforderung im Agility-Sport -und auch schon bei der BGVP-Ausbildung- liegt darin, ob ein Hundeführer seinen Hund für das Lernen, die konsequente, motivierende Arbeit (Begleithunde-Ausbildung + Agility), begeistern kann.

Um diese Begeisterung fürs Lernen und Arbeiten beim Hund zu wecken, ist das Beachten von verschiedenen Faktoren notwendig. Zum Beispiel:

Ein dem Hundeführer Hilfestellung gebender Trainer, der es schafft, seinerseits die richtigen Mittel und Wege zu finden, um Hundeführer und Hund gelassen und dennoch konsequent, aber mit Vergnügen an das Training heranzuführen. Ergeben sich Schwierigkeiten, muss der Trainer in der Lage sein, Lösungen anbieten zu können.

Gründe, weshalb ein Hund unmotiviert ist, können vielfältig sein; zum Beispiel:

Körperliche und geistige Auslastung des Hundes sind wichtig. Jedoch alles mit Maß und Ziel! Foto:©Klaus Wengelnik
Körperliche und geistige Auslastung des Hundes sind wichtig. Jedoch alles mit Maß und Ziel! Foto:©Klaus Wengelnik
  • Liegt es daran, dass der Hundeführer seinen Hund nicht motivieren kann, weil er selbst lustlos/planlos agiert, oder liegen möglicherweise gesundheitliche Einschränkungen des Hundes vor?
  • Wie gestaltet sich das Spielverhalten zwischen Hund und Hundeführer – gibt es überhaupt eines?
  • Besitzt der Hund zum Hundeführer eine unproblematische Bindung? Dominiert eventuell der Hund die Mensch-Hund-Beziehung?
  • Selbst ein Zuviel an Aufmerksamkeit -über den Tag verteilt- kann für den Hund das Agility-Training negativ beeinflussen.
  • Ist der Hund im Alltag, in der Familie, auf Spielzeug oder Futter (Belohnungs- Leckerlis) fixiert? Was ist für den jeweiligen Hund besser geeignet?

Fragenstellungen, die ein Trainer dem Hundebesitzer bereits zu Beginn einer Ausbildung (am besten bereits bei der Begleithunde-Ausbildung) stellen und mit ihm abklären sollte.

Die Aussagen zu den komplexen Themen: Motivation, Bindung und Trieb, möchte ich auf die wichtigsten Punkte beschränken:

LERNVERHALTEN des Hundes - Positive Bestätigung und „Timing“

Die positive Bestätigung bedeutet für den Hund eine erstrebenswerte Belohnung, die das gewünschte Verhalten prompt wiederholen lässt. Und nicht nur, dass der Hund für etwas belohnt wird, was korrekt ausgeführt wurde, z.B. mit einem Spielzeug zu spielen, das der Hund eher weniger akzeptiert. Dann wurde der Hund zwar belohnt/ gelobt, aber er wird sein Verhalten voraussichtlich nicht dauerhaft ändern, da die Belohnung in tierischem Sinne, keine Vorteile einbrachte. 
Eine Belohnung muss deshalb für den Hund immer etwas Außergewöhnliches/ Interessantes/Vorteilhaftes darstellen. 

Wie sieht es mit dem „Timing“ aus?

Ein Hundeführer, der bereits die Begleithunde-Ausbildung durchlaufen hat, wird nicht ahnungslos mit dem Begriff und der zeitlich richtigen Reaktion (gegenüber seinem Hund) umgehen. 
Dennoch: Eine Bestätigung/Belohnung (stimmlich oder per Leckerli) muss sofort -also innerhalb ein bis zwei Sekunden- erfolgen, weil der Hund sonst die Verknüpfung (die Bestätigung) mit anderen, nachfolgenden Situationen in Verbindung bringt - und genau dadurch unerwünschtes Verhalten belohnt werden könnte. Das heißt, der Hund, der z.B. den Reifen zögerungsfrei genommen hat, erhält die Belohnung SOFORT nach dem erfolgreichem Absolvieren des Reifens und nicht erst nach Beendigung der vollständigen Sequenz. Dazwischen könnten Verweigerungen, Unaufmerksamkeiten liegen, für die der Hund letztlich auch noch belohnt würde.

Wie bei jeder Erziehung (auch des Menschen) sind Wiederholungen und Rituale sehr wichtig. Der Hund lernt und festigt durch viele Wiederholungen, bzw. positive Erfahrungen, was von ihm erwartet wird. In etlichen Fachliteraturen ist die Rede von bis zu 200 Wiederholungen je nach Komplexität der Übung, bzw. Inkonsequenz des Hundehalters... Der Hund benötigt dennoch Wiederholungen, um Kommandos bzw. Hindernisse zu verstehen und diese zu verarbeiten und korrekt auszuführen.

Die verständliche Information des Trainers gegenüber dem Hundehalter muss also lauten, dass viele Wiederholungen von Kommandos und Hindernissen (die auch erfolgreich verlaufen) nötig sind, damit schlussendlich ein Agility-Parcours zügig, reibungslos und in sportlicher Manier absolviert werden kann. Dem Hundeführer wird zudem begreiflich gemacht, weshalb sein Hund ein Hindernis manchmal korrekt überwindet – und dann wieder auch nicht. Bis der Hund gelernt (besser verknüpft) hat, eine Hürde/ein Gerät mit dem menschlichen Kommando zu verbinden und es einwandfrei bewältigt, sind viele Wiederholungsvorgänge erforderlich.

Eine Erkenntnis, die speziell für Agility-Beginner enorm wichtig und lehrreich ist. Schließlich soll niemand frustriert und mutlos nach einer Trainingsstunde den Platz verlassen. Besser: Immer nach einem erfolgreich absolvierten Parcoursteil die Stunde beenden und Erlerntes, aber auch Mankos im Kreis der Hundeführer und –Trainer besprechen. Dann klappt es auch mit dem nächsten Punkt – nämlich, der

Motivation

Im Hundesport -in jeder Sportart, auch am Arbeitsplatz des Menschen- geht ohne Motivation gar nichts!

Aber was ist eigentlich Motivation? 
Wer oder was löst sie aus? 
Und wie bleibt sie dauerhaft vorhanden?

Deshalb widmen wir uns zunächst der Begriffserklärung: 
Motivation wird die Gesamtheit aller Motive (Beweggründe, die zur Handlungsbereitschaft führen) genannt; was nichts anderes heißt, als das auf emotionaler und neuronaler Aktivität beruhende Streben des MENSCHEN nach Zielen oder wünschenswerten Zielobjekten. 
Die Umsetzung von Motiven in Handlungen nennt man Umsetzungskompetenz.

Wenden wir diesen Begriff Motivation daher auf den Hundesport (Agility) an, zählt vor allem das Zugehörigkeitsmotiv -ein persönliches Interesse/ein Antrieb besteht, der letztlich auf Leistungswillen beruht. 
In letzter Konsequenz muss zudem das Belohnungsprinzip (wieder auf den Menschen bezogen verstanden) erwähnt werden, weil der Mensch sich Vorteile verspricht. 

Was könnte also dem Hundehalter Vorteile bringen, wenn er Agility-Sport betreibt?

Auch diese Beantwortung trifft jeder für sich selbst. Beispielantworten:

  • Man will dem Hund z.B. eine artgerechte Beschäftigung verschaffen.
  • Die Freizeitgestaltung möchte man mit dem Familienhund sinnvoll teilen.
  • Sowohl die eigene Fitness, wie die des Hundes ist einem wichtig.
  • Der sportlich-faire Wettbewerbsgedanke lässt sich mit Gleichgesinnten erfüllen.
  • Das Verständnis zwischen Mensch und Hund wird gefördert
  • Die Beherrschbarkeit des Hundes im familiären Alltag wird optimiert.
  • Der Hund hat Freude an der Bewegung, der Bewältigung der gestellten Aufgaben.
  • Die gesamte Familie ist dazu in der Lage, Agility-Sport auszuüben (wenn auch in verschiedenen Leistungsstufen).
  • Der Hund ist ausgelastet, zufrieden, hat keine Probleme mit übersteigertem Bewegungsdrang oder Übersprungshandlungen (wie z.B. Zerfetzen von Alltagsgegenständen usw.).


Die vielzitierte Motivation beruht also nicht auf der „Bereitschaft des Hundes für den Hundeführer zu arbeiten“ – sondern es verhält sich genau umgekehrt. Ist der Mensch nämlich nicht motiviert, mit Freude und Ausdauer Hundesport mit seinem Hund zu betreiben, wird der Hund kaum dazu zu bewegen sein, Leistungsbereitschaft für seinen lethargischen Menschen zu erbringen.

Hunde verfügen dennoch alleine durch ihre körperliche Konstitution (auch abhängig von Rasse, bzw. Rassen-Mix) über eine große Portion von Antrieb und Arbeitswillen (wie Hütehunde: Border-Collies, Australian-Shepherds, aber auch Jack-Russell-Terrier, Pudel usw.). 
Sie verkümmern regelrecht, oder werden verhaltensauffällig, sogar unberechenbar, wenn ihre Veranlagungen nicht berücksichtigt und vernünftig gesteuert werden.

Die optimale Motivation des Hundes ist also abhängig vom Menschen. Was für den Hund und den idealen Halter, die optimale Motivation darstellt, ist leider für manche Menschen sogar ein Fluch. Wir sollten nicht unerwähnt lassen, dass es Hundehalter gibt, die mit ihrem ‚triebigen‘ Hund überfordert sind - und voraussetzen, der Hund möge bitte zu Beginn eines Agility-Laufes vorher ‚selbst nachdenken und schauen‘, wie er ein Hindernis, ja, die vollständige Sequenz anzugehen hat.

Nun gibt es auch die Möglichkeit, dass Hunde eine extrem gute körperliche Konstitution und Kondition aufweisen. In diesem Falle könnte mit Auswirkungen auf die Konzentration des Hundes beim Hundesport zu rechnen sein. Soll heißen: Hunde, die dauerhaft konditionell unterfordert bleiben, konzentrieren sich in zu geringem Ausmaß auf den Agility-Parcours und verweigern unter Umständen jegliche Aufgabenstellung. 

Die beiden freuen sich über ein Wiedersehen auf dem Übungsplatz! Foto:©Klaus Wengelnik
Die beiden freuen sich über ein Wiedersehen auf dem Übungsplatz! Foto:©Klaus Wengelnik
Ich höre immer wieder: „Mein Hund spielt nicht mit mir“. 
Von der Prämisse ausgehend, dass es fast keinen Hund gibt, der nicht spielt, ist die Wurzel dieses Problems also beim Halter und den Haltungsumständen zu ergründen. Dies kann einen langwierigen und langatmigen Verständigungsprozess mit dem Halter erforderlich machen, um ein freudiges und erfolgreiches Heranführen an den Agility-Sport zu ermöglichen.

Hierfür gibt es einige einfache Regeln zu beherzigen: 
Spielgzeug gehört NICHT dem Hund – sondern dem Menschen (wenn die Rangordnung in der Familie richtig etabliert ist). Der Hund darf mit dem Spielzeug spielen, wenn der Mensch mitspielt, damit das Spielobjekt auch künftig interessant bleibt.

Das Spiel-Ende bestimmt wiederum der Mensch, bevor der Hund uninteressiert (oder aus Langeweile) abbricht.

Spielgegenstände sollten zudem im Größenverhältnis zum Hund passen, wie auch die Art des Spielzeugs. Eine Frisbee-Scheibe wäre für den Agility-Sport z.B. nicht von großem Vorteil.

Ein weiteres, sehr häufiges Konfliktpotenzial: Der Hund weigert sich, ein Spielobjekt wieder abzugeben, ja er verteidigt es sogar (möglicherweise mit seinen Zähnen).

Sollten diese Lernprozesse nicht längst bei der Begleithunde-Ausbildung hinreichend geübt worden sein, oder der Hundehalter verhält sich im Alltag -gegen jedes bessere Wissen- einfach zu inkonsequent, müssen Alternativen gelehrt und trainiert werden.

Und zum Abschluß: 
Futterorientierte Hunde können sehr wohl unterscheiden, ob es sich um die tägliche Ration Trockenfutter handelt oder sie mit dem besonderen Leckerli bedacht werden, was nur LOB?für besondere Aktivitäten (z.B. Agility) bedeutet.

Dies setzt aber voraus, dass der Hund tatsächlich und ausschließlich nur nach erfolgreichen Aktivitäten, der Absolvierung einer Sequenz im Agility-Parcours, mit dieser einen Leckerli-Sorte bedacht wird.

Im gegenteiligen Fall, wäre die förderliche Verknüpfung für den Hund:
Aufgabenstellung - Bewältigung - Leistungsbereitschaft = LOB, nicht nachvollziehbar. Ein Hund ist eben ein Hund, denkt und handelt NICHT menschlich.

In diesem Sinne wünsche ich Euch ganz viel Spaß und eine erfolgreiche Saison mit Euren Hunden beim Agility-Sport des IRJGV e.V.

von Ingo Bursch

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Foto©Krückl

Rassehunde-Sonderschauen - Was ist ab 2026 neu?

Am 26.10.2025 fand der IRJGV-/IDG-Online-Workshop für den Bereich Ausstellungswesen statt. Zunächst möchten wir es nicht versäumen, uns bei allen Teilnehmenden/Mitwirkenden, an diesem sehr harmonischen Meeting, zu bedanken. Ein wichtiger Themenpunkt war unter anderem, angedachte Neuerungen in unsere Ausstellungsordnung mit aufzunehmen, um frische Impulsive zu setzen und damit für die Aussteller ein breiteres Angebot bereitstellen zu können. Nachstehend haben wir die beschlossenen Ergebnisse und somit Neuerungen/Änderungen ab 2026 für Sie zusammengefasst:

Am 26.10.2025 fand der IRJGV-/IDG-Online-Workshop für den Bereich Ausstellungswesen statt. Zunächst möchten wir es nicht versäumen, uns bei allen Teilnehmenden/Mitwirkenden, an diesem sehr harmonischen Meeting, zu bedanken.
Ein wichtiger Themenpunkt war unter anderem, angedachte Neuerungen in unsere Ausstellungsordnung mit aufzunehmen, um frische Impulsive zu setzen und damit für die Aussteller ein breiteres Angebot bereitstellen zu können.

Nachstehend haben wir die beschlossenen Ergebnisse und somit Neuerungen/Änderungen ab 2026 für Sie zusammengefasst:

Chipkontrolle 

Diese wird ab 2026 eingeführt. Es ist ein Jahr als Übergangszeit (d.h. auch Hunde ohne Chip werden noch zugelassen, diese stellen aber die Ausnahme dar) eingeplant. Ab 2027 ist es dann verpflichtend, dass alle teilnehmenden Hunde gechipt sind.

Neue Klasseneinteilung


Welpenklasse: ab 3. Monate bis zum vollendeten 7. Lebensmonat. Diese Klasse wurde zu Gunsten der Jugendklasse verkürzt.
Jugendklasse: ab 7. Monate bis zum vollendeten 18. Lebensmonat. Die zeitliche Verlängerung der Jugendklasse, gibt Hundehaltern nun eine höhere Chance die erforderlichen Anwartschaften zum Erreichen des Jugend-Championats zu sammeln.
Offene Klasse: ab 18. Monate. 
Zuchtgruppen: Um die Zuchtgruppen (Mutterhündin mit mindestens drei Nachkommen) attraktiver zu machen, erhält nicht nur wie bisher die Mutterhündin einen Siegertitel inkl. einer Urkunde, sondern auch alle vorgestellten Hunde aus dieser Zuchtgruppe.

NEU eingeführte Klassen

Seniorenklasse: Es besteht jetzt die Möglichkeit seinen Vierbeiner ab 8 Jahren in der Seniorenklasse starten zu lassen. Es steht dem Aussteller frei, ob er seinen Hund weiterhin in der Offenen Klasse oder eben in der Seniorenklasse meldet. ABER: Wurde der Hund einmal in der Seniorenklasse ausgestellt, kann er zukünftig dann nicht mehr in der Offenen Klasse starten.  Bewertungen bis vorzüglich mit der Anwartschaft „Senioren-Sieger“ sind möglich. Wichtig: Atteste, z.B. für fehlende Zähne, sind weiterhin notwendig.  Eine Siegerausscheidung in der Seniorenklasse, analog zur Rasseneinteilung, getrennt nach Hündinnen und Rüden, findet statt.  Zuchtzulassungen bleiben von der Seniorenklasse unberührt.

Kastratenklasse: Diese Klasse wird ebenfalls neu eingeführt. Ein tierärztliches Attest, aus dem klar hervorgeht, dass z.B. beim Rüden beide Hoden im Skrotum vorhanden waren, ist zwingend erforderlich.  Die Siegerausscheidung in dieser Klasse findet für alle Hunde, gleich welcher Rasse, gemeinsam statt. Es werden, wie in den anderen Klassen, der 1. und 2. Titel vergeben.
Verbands-Sieger
ALLE Hunde, die auf der jeweiligen Veranstaltung den 1. Siegertitel erhalten haben, kommen am Ende der Siegerausscheidung gemeinsam in den Ring, um den IRJGV- bzw. IDG-Verbandsieger des jeweiligen Tages zu ermitteln. Auch hierfür gibt es eine separate Urkunde.  

Hunde mit tierärztlichem Attest


Klar verständliche tierärztliche Atteste, aus denen eindeutig hervorgeht, dass z.B. das Gebiss ursprünglich korrekt und vollzahnig war, werden umfassend anerkannt, sodass diese Hunde eine Anwartschaft erhalten und an der Siegerausscheidung teilnehmen können.

 

Wichtig auch für Züchter - Änderungen die auch im Zusammenhang mit den Zucht- und Eintragungsbestimmungen des IDG- und IRJGV-Zuchtbuches stehen: Bewertungen zur Zuchtzulassung sind erst in der Offenen Klasse möglich, also ab 18 Monaten. Hier ist eine Übergangszeit bis voraussichtlich 2027 angedacht. Weitere Infos dazu folgen. 

 

Die ausführlichen Ausstellungs-Informationen finden Sie hier:

IDG-Ausstellungs-Info-Blatt

IRJGV-Ausstellungs-Info-Blatt

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