Region West
03.05.2026 08:00 Uhr - 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region Mitte
03.05.2026 10:00 Uhr - 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region Nord
09.05.2026 15:00 Uhr - 10.05.2026 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region West
16.05.2026 16:00 Uhr - 17.05.2026 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region Mitte
17.05.2026 10:00 Uhr - 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region West
30.05.2026 16:00 Uhr - 31.05.2026 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region Nord
07.06.2026 08:00 Uhr - 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region West
13.06.2026 15:00 Uhr - 14.06.2026 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region Nord
13.06.2026 15:00 Uhr - 14.06.2026 16:00 Uhr IRJGV-Baden-Württemberg-Siegerschau mit Vergabe des Auslands-CACIB
- für alle Rassehunde & "Tag des Hundes" für alle Mischlingshunde -
14.06.2026 10:00 Uhr - 15:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region Nord
20.06.2026 15:00 Uhr - 21.06.2026 16:00 Uhr Lustiges Hunderennen
50-Meter-Hunderennen + Fotoshooting + pfiffiges Hunderennen
21.06.2026 11:00 Uhr - 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region West
28.06.2026 08:00 Uhr - 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier & NRW-Meisterschaft
Region West
11.07.2026 08:00 Uhr - 12.07.2026 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region West
25.07.2026 16:00 Uhr - 26.07.2026 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier (Doppelturnier)
Region Mitte
08.08.2026 14:00 Uhr - 09.08.2026 15:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region West
22.08.2026 17:00 Uhr - 23.08.2026 16:00 Uhr Sommerfest
mit lustigem Hunderennen + Hundeolympiade + Fotoshooting
23.08.2026 11:00 Uhr - 16:00 Uhr IRJGV-Nordsee-Siegerschau
- für alle Rassehunde & "Tag des Hundes" für alle Mischlingshunde -
29.08.2026 10:00 Uhr - 15:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region Nord
29.08.2026 16:00 Uhr - 30.08.2026 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region West
05.09.2026 15:00 Uhr - 06.09.2026 16:00 Uhr Agility-Cup-Turnier
Region Nord
06.09.2026 08:00 Uhr - 16:00 Uhr IRJGV-Grenzland-Siegerschau Niederlande - mit Vergabe des „Auslands-CACIB“
- für alle Rassehunde -
13.09.2026 10:00 Uhr - 15:00 Uhr Agility-Richter- & LG-Beauftragten Arbeitskreis-Tagung
03.10.2026 11:30 Uhr - 15:00 Uhr Deutsche Agility Meisterschaft
04.10.2026 08:00 Uhr - 16:00 Uhr IRJGV-Euregio-Siegerschau - mit Vergabe des „Auslands-CACIB"
- für alle Rassehunde -
18.10.2026 10:00 Uhr - 15:00 Uhr IRJGV-Südwestdeutschland-Siegerschau
- für alle Rassehunde & "Tag des Hundes" für alle Mischlingshunde -
25.10.2026 10:00 Uhr - 15:00 Uhr
Int. Dackelclub Gergweis e.V. (IDG e.V.)
Int. Rasse-Jagd-Gebrauchshunde Verband e.V. (IRJGV e.V.)
Hundetraining und Pflege: Alles für Ihren Hund
Im IDG e.V. & IRJGV e.V. dreht sich alles um Hundetraining, Pflege und Vereinsaktivitäten. Erfahren Sie, wie Sie mit den richtigen Tipps das Leben mit Ihrem Hund harmonisch und artgerecht gestalten können.
IRJGV-Baden-Württemberg-Siegerschau
mit Vergabe des Auslands-CACIB
NEU: ab sofort zusätzliche Klassen für die Bereiche Senioren & Kastraten
Weitere Informationen zu den Neuerungen finden Sie unter der Rubrik “Aktuelles”: Rassehundeschauen-Sonderschauen - Was ist ab 2026 neu? - oder können Sie bei der Ausstellungsleitung erfragen.
Nähere Veranstaltungsinformationen zur Rosensiegerschau selbst, sind in der Terminübersicht zu finden.
Wenn der Hund entlaufen ist...
Ach Du Schreck – mein Hund ist weg!
Eine schlimme Situation für Hundebesitzer, die oft schneller eintritt, als man denkt: Der sonst so behäbige Mopsrüde kann dem Duft einer läufigen Hündin nicht widerstehen, die stets brave Labradorhündin packt im Wald das Jagdfieber …
Gründe, dass ein Hund entläuft, gibt es also viele. Gut beraten ist da das Herrchen oder Frauchen, das weiß, wie man vorbeugt bzw. bei der Suche nach dem „Rumtreiber” am besten vorgehen kann.
„Als erste und wichtigste Maßnahme raten wir Hundehaltern, ihren Liebling chippen zu lassen. Das ist im Übrigen bei Reisen ins europäische Ausland seit Juli 2011 Pflicht“, erklärt Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer. Der Mikrochip von der Größe eines Reiskorns wird vom Tierarzt direkt unter die Haut des Hundes implantiert. Er enthält einen einmaligen elektronischen Zahlencode, der mit einem Scanner abgelesen werden kann und ist die sicherste Methode, einen zugelaufenen Hund zu identifizieren und so den Besitzer ausfindig zu machen. Allerdings muss das Tier zu diesem Zweck auch registriert sein. Das ist in Deutschland bei verschiedenen Organisationen kostenfrei möglich, zum Beispiel bei TASSO oder Deutsches Haustierregister.
Zusätzlich sollte jeder Hund auch durch Halsband oder Geschirr gekennzeichnet sein. „Am besten die Telefonnummer des Besitzers gut sichtbar auf einer Plakette oder direkt auf dem Halsband platzieren. So kann der Besitzer auf direktem Wege benachrichtigt werden, wenn ein Hund aufgefunden wird“, so Prof. Theo Mantel weiter.
Wenn der Hund verschwunden ist:
- Vorsorglich sollten Tierhalter immer ein aktuelles Foto, auf dem man den Hund und seine besonderen Merkmale gut erkennt, besitzen. Damit kann, wenn nötig, ein Suchzettel erstellt werden.
- Ist der Hund bei einem Spaziergang entwischt, erst einmal ruhig bleiben und in Ruhe überlegen, wohin er gelaufen sein könnte. Ist er in der Nähe seines Zuhauses verschwunden, kann es sein, dass der Hund einfach schon mal vorausgelaufen ist und vor der Haustür wartet.
- In fremden Gegenden oder in Wald und Flur am besten eine Weile warten, und zwar genau an der Stelle, wo der Hund losgelaufen ist. Manch übereifriger Hund braucht eine Weile, bis er merkt, dass der Rest des Rudels fehlt. Er wird höchstwahrscheinlich zurückkommen. Notfalls ein Stunde oder länger warten oder eine Decke/ ein Kleidungsstück, das man entbehren kann, und einige Leckerli dort platzieren.
- Ist der Hund nach einigen Stunden immer noch nicht zurückgekehrt, nach Hause fahren und einen Suchzettel vorbereiten.
- Suchzettel aushängen/verteilen: Darauf gehört neben dem aktuellen Foto die Angabe, wo und wann das Tier verloren ging, besondere Kennzeichen, Telefonnummer des Besitzers (am besten zum Abreißen).
- Den Verlust des Hundes unverzüglich auf dem nächsten Polizeirevier melden, außerdem im örtlichen Tierheim bzw. der amtlichen Tiersammelstelle und ggfs. in den Tierarztpraxen der Umgebung Suchzettel auslegen.
- Bei möglichst vielen Tierärzten anrufen und den Verlust des Hundes mitteilen. Viele Finder wissen nicht, wohin mit dem Tier und geben es beim nächsten Tierarzt ab.
- Den Hund an Stellen suchen, wo häufig mit ihm „Gassi“ gegangen wird und an Orten, die regelmäßig gemeinsam aufgesucht werden (Kiosk, Bäcker, Eckkneipe); außerdem andere Hundebesitzer nach läufigen Hündinnen in der Nachbarschaft fragen – es kann sein, dass der Ausreißer dort aufgetaucht ist.
- Ist der Hund im Wald/auf dem Feld entlaufen, unbedingt den Förster oder Jagdpächter benachrichtigen, dass der Hund vermisst wird.
Das versteht sich von selbst:
Freilauf in einem uneingezäunten Gebiet sollte einem Hund nur gewährt werden, wenn er eine Grunderziehung genossen und eine Bindung zu seinem Besitzer aufgebaut hat. Gerade bei „Neuzugängen“ aus dem Tierheim oder von einem anderen Vorbesitzer oder bei Pflegehunden sollte man vorsichtig sein und den Hund erst mal nicht ableinen. Für den Spaziergang empfiehlt sich eine Schleppleine von mind. zehn Metern. So hat Bello genügend Bewegungsfreiraum, ist aber stets unter Kontrolle des Besitzers. Gerade bei Hunden mit ausgeprägtem Jagdtrieb kann gezieltes Schleppleinen-Training sehr sinnvoll sein. Ansonsten sollte ein Hund, der sich unangeleint bewegen darf, unbedingt die Grundkommandos für sicheres Herankommen sowie ein Stopp-Kommando wie „Halt“ oder „Platz“ beherrschen, um auch in brenzligen Situationen kontrollierbar zu sein.
Quelle: BTK/Berlin - www.bundestieraerztekammer.de
Hundebesuche erleichtern die Chemotherapie
Chronische Krebserkrankungen bei Kindern sind meist ein tiefer Einschnitt für die ganze Familie. US-Wissenschaftler haben nun untersucht, ob Besuche von ausgebildeten Therapiehunden die Zeit im Krankenhaus erträglicher für die kleinen Patienten und ihre Angehörigen machen können.
In den USA erhalten jedes Jahr rund 15.590 Kinder undJugendliche die Diagnose Krebs. Das verändert das Leben der ganzen Familie: Lange Krankenhausaufenthalte treten an die Stelle des früheren Lebens mit Freunden, Hobbys und Schule. Schmerzen, Übelkeit und Ängste sind tägliche Begleiter. Besonders aufreibend wird es, wenn der Krebs nach überstandener Ersttherapie wieder zurückkommt und dieBehandlungen erneut durchgestanden werden müssen.
Qualitative Studie mit 21 Teilnehmern
Diese besonders belastete Patientengruppe haben Forscher des Vanderbilt University Medical Center und eines lokalen Krankenhauses im US-Staat Tennessee in den Fokus genommen. Sie wollten herausfinden, ob hundegestützte Interventionen chronisch krebskranken Kindern den Krankenhausaufenthalt erleichtern können. An der qualitativen Studie nahmen neun Patienten zwischen drei und 17 Jahren sowie zwölf dazugehörige Elternteile teil. Sie alle beantworteten schriftlich und mündlich Fragen zu den Hundebesuchen.
Diese Besuche fanden über drei Monate hinweg alle ein bis zwei Wochen individuell in den Krankenzimmern der Patienten statt. Die Kinder und Jugendlichen durften den ausgebildeten Hund in Anwesenheit eines Elternteils sowie des Hundeführers streicheln, mit ihm spielen, ihn bürsten oder füttern.
Hundebesuche lindern Angst & Schmerz
„Tiergestützte Interventionen helfen Kindern im Krankenhausumfeld erwiesenermaßen“, fassen die Forscher im Fachblatt „Palliative Medicine Reports“ zusammen. „Sie wirken angst- und schmerzreduzierend, rufen Freude, Ablenkung und Entspannung hervor.”
Diese positiven Effekte wurden nun zum ersten Mal auch bei Kindern mit chronischen Krebserkrankungen und ihren Sorgeberechtigten nachgewiesen: Alle Befragten berichteten durchweg von positiven Erlebnissen mit dem Hund. „Die Besuche verhalfen uns zu mehr Optimismus“, berichtete der Vater eines siebenjährigen Kindes. „Der Besuchshund war eine Zeit lang der einzige Grund für unseren Sohn, sein Bett zu verlassen.“
Die einzige Kritik, die einige Studienteilnehmer äußerten, bezog sich auf den kurzen Aufenthalt des Hundes im Krankenzimmer von nur etwa 15 Minuten sowie auf die zu kleine Gesamtzahl der Besuche. Insgesamt wünschten sich sowohl die Kinder als auch deren Eltern, mehr Zeit mit dem Hund verbringen zu können. In der schwersten Zeit ihres Lebens war er ein Lichtblick am Ende des Tunnels.
Kontakt: Vanderbilt University Medical Center
Department of Pediatric Hematology/Oncology
Brittany A. Cowfer - brittany.cowfer@vumc.org
Quelle: Forschungskreis Heimtiere in der Gesellschaft
KRO-TOPDOGTRAINING
Die neuen Termine für 2026!
Liebe Mitglieder,
ich freue mich sehr, dass auch im Jahr 2026 wieder hochkarätige Seminare im Rahmen des KRO-TOPDOGTRAININGS in unserem Dachverband stattfinden. Mit Kai Rottmann haben wir einen sehr erfahrenen Seminarleiter an unserer Seite, der bereits im vergangenen Jahr viele Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit seinem Fachwissen und seiner praxisnahen natürlichen Art begeistert hat.
Die Seminare vermitteln nicht nur wertvolles Fachwissen, sondern vor allem auch praktische Werkzeuge, die sofort im Alltag einsetzbar sind.
In diesem Jahr stehen Euch folgende Termin-Vorschläge zur Auswahl:
Modul 1 und Modul 2
- 13.06./14.06.2026 - Gruppe Wiepenkathen (nur noch wenige Plätze frei!)
- 20.06./21.06.2026
- 25.07./26.07.2026
- 08.08./09.08.2026 - Gruppe Versmold (nur noch wenige Plätze frei!)
- 12.09./13.09.2026 - Gruppe Ottersweier (nur noch wenige Plätze frei!)
Modul 3
- 24.10./25.10.2026
- 21.11./22.11.2026
- 12.12./13.12.2026
Die Buchung der Seminartermine erfolgt wie gewohnt über mich gerne per E-Mail: julia-maj@web.de
Warum die Reihenfolge wichtig ist
Besonders ans Herz legen möchte ich Euch, die Module in der Reihenfolge zu besuchen:
Zuerst Modul 1, dann Modul 2 und/oder 3. Das hat einen einfachen Grund: Modul 1 vermittelt die Basis und die absolut notwendigen Grundlagen, die Eure Fachkompetenz erweitern sollen. So können beispielsweise die Kommunikationsinhalte (Modul 3) noch besser verstanden, verknüpft und angewendet werden. Natürlich ist es auch möglich, einzelne Module ohne Modul 1 zu besuchen. Doch erfahrungsgemäß profitiert Ihr deutlich mehr -von den aufeinander aufbauenden Inhalten-, wenn Ihr mit dem Fundament startet und dann Euer Wissen weiter vertieft.
Euer Nutzen als aktiver Hundeführer oder vorzugsweise als Trainer/Trainerin:
- Theoretische Grundlagen
- Lernen in angenehmer Seminaratmosphäre
- Konkrete Werkzeuge für den direkten Einsatz in der Praxis
- Mehr Sicherheit in der Kommunikation und Zusammenarbeit mit TN
Ich lade Euch herzlich ein und empfehle, sich frühzeitig anzumelden, die Termine sind erfahrungsgemäß schnell vergeben. Nutzt die Gelegenheit, Euer Wissen zu erweitern und auch in einem lebendigen Austausch mit anderen Mitgliedern Eure Fähigkeiten und Kompetenzen weiterzuentwickeln.
Selbstverständlich können bei Bedarf auch weitere Seminare des KRO-TOPDOGTRAININGS gebucht werden. Bitte sprecht mich einfach an, ich berate Euch gern zu den passenden Modulen.
Mit freundlichen Grüßen
Eure Julia Krämer, Beirätin im Hauptvorstand des IRJGV e.V. (Aus- und Fortbildung für Übungsleiter)
Ergänzender Hinweis zur Seminarbuchung:
Die angebotenen Termine sind optional und können auf Wunsch bis zum 31.03.2026 auf Anfrage noch angepasst werden.
Jede örtliche Gruppe oder Landesgruppe kann einen oder mehrere Termine auswählen. Mehrere Gruppen oder Landesgruppen können sich auch gemeinsam für ein Modul anmelden.
Das Seminar findet immer in der örtlichen Gruppe statt, die sich anmeldet und die Organisation übernimmt.
Diese Gruppe ist Hauptorganisator und stimmt die Durchführung mit der zuständigen Fortbildungsbeauftragten ab.
Ein Zusammenschluss benachbarter Gruppen oder Landesgruppen ist möglich und hat sich in der Vergangenheit bewährt.
Welcher Tierarzt für welches Problem?
Wenn Hunde, Katzen oder ein andere Heimtiere Beschwerden haben, dann muss schnell tierärztlicher Rat her. Aber an wen wendet man sich am besten? Denn auch Tierärzte sind nicht alle gleich: Es gibt verschiedene fachliche Spezialisierungen und Qualifikationen, wie den Dr. med. vet., den Fachtierarzt oder Zusatzbezeichnungen. Ein Wegweiser durch den Titel-Dschungel.
Bei der Suche nach einem neuen Tierarzt ist dem ein oder anderen Tierfreund vielleicht schon einmal aufgefallen: Neben dem Dr. med. vet. als Doktor der Tiermedizin gibt es weitere Kürzel und Bezeichnungen, die weniger bekannt und verbreitet sind. Was unterscheidet etwa einen Dipl. ECVS von einem Fachtierarzt für Chirurgie? Und was hat es mit einer sogenannten Zusatzbezeichnung oder gar einem Arbeitsschwerpunkt auf sich?
Neben ihrer Berufsbezeichnung können Tierärzte in Deutschland weitere Bezeichnungen führen, die auf besondere Kenntnisse und Fertigkeiten in einem bestimmten Fachgebiet hinweisen. Ein Überblick über die gängigsten Bezeichnungen der Tiermediziner in Deutschland:
Der deutsche Fachtierarzt
National ist der Fachtierarzt die höchste Ausbildungsstufe. Zum 31.12.2021 gab es hierzulande laut der Bundestierärztekammer (BTK) 9.513 Fachtierärzte. Die erforderlichen Voraussetzungen, um einen Titel zu erlangen, sind in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich und werden durch die Weiterbildungsverordnung der jeweils zuständigen Tierärztekammern geregelt.
Eine Übersicht der Tierärztekammern finden Interessierte zum Beispiel auf der Webseite der BTK unter: www.bundestieraerztekammer.de
Für die Zusatzqualifikation zum Fachtierarzt ist in der Regeleine vier- bis fünfjährige Vollzeittätigkeit an einer von der Tierärztekammer zugelassenen Weiterbildungsstätte erforderlich. Der Fachtierarzt kann sowohl für medizinische Fachgebiete -wie beispielsweise Innere Medizin, Zahnheilkunde, Dermatologie oder Verhaltenskunde- als auch für bestimmte Tierarten beziehungsweise Tiergruppen -wie Pferde, Kleintiere, Geflügel, Rinder oder Reptilien- erworben werden. Nach bestandener Prüfung dürfen sich die Absolventen dann zum Beispiel als „Fachtierarzt für Chirurgie“, „Fachtierarzt für Kleintiere“ oder „Fachtierarzt für Epidemiologie“ bezeichnen.
Bei Vorsorgeuntersuchungen oder wenn der Heimtierhalter nicht sicher ist, was genau dem Tier fehlt, ist der Besuch eines Haustierarztes die richtige Wahl. Hat das Heimtier allerdings spezifische Probleme, die der Halter auch zuordnen kann, etwa mit den Zähnen, kann es durchaus sinnvoll sein, sich direkt an einen Fachtierarzt zu wenden. Im Tierärzteverzeichnis vom Bundesverband praktizierender Tierärzte e.V. (bpt) können Heimtierhalter gezielt nach (Fach-)Tierärzten in ihrer Region suchen.
Wie in der Humanmedizin können Tierärzte bei speziellen Krankheiten oder Beschwerden des Heimtieres den Halter an Fachtierärzte überweisen. Fachtierärzte bringen mehr Fachwissen und Erfahrung im jeweiligen Fachgebiet ein und haben meist auch eine bessere Ausrüstung für ihren speziellen Bereich, welche Diagnose und Behandlung des Tieres vereinfachen können.
Zusatzbezeichnungen und Arbeitsschwerpunkte
Im Vergleich zum Fachtierarzt basiert die „Zusatzbezeichnung“ auf einer kürzeren und weniger intensiven Weiterbildung. Daher wird die Qualifikation häufig als „Kleiner Fachtierarzt“ bezeichnet. Den Titel, zum Beispiel „Zusatzbezeichnung Augenheilkunde“, dürfen Tierärzte angeben, wenn sie die Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen haben und diese durch die jeweilige Landestierärztekammer anerkannt wurde. WeitereZusatzbezeichnungen sind zum Beispiel „Dermatologie beim Kleintier“, „Homöopathie“ oder „Zahnheilkunde beim Pferd“.
Gibt ein Tierarzt einen Arbeits- oder Interessenschwerpunkt an, ist das kein Ergebnis einer offiziellen Fortbildung und damit auch kein geschützter Begriff. Er kann lediglich als Orientierung dienen. Häufig geben Tierarztpraxen so zu erkennen, ob sie sich auf Klein- oder Nutztiere oder beispielsweise Augen- oder Zahnheilkunde spezialisieren.
Der Titel „Diplomate“ bei Tierärzten
Zusätzlich oder anstatt des Titels „Fachtierarzt“ führen einige Tierärzte den Titel „Diplomate of the European College“ oder „Diplomate of the American College of Veterinary“. Während bei der Fachtierarztausbildung der Schwerpunkt auf der Vermittlung von Fachkenntnissen und Fertigkeiten liegt, hat in der Ausbildung zum Diplomate der wissenschaftliche Aspekt eine sehr hohe Gewichtung. Die internationale Zusatzqualifikation zum Diplomate verläuft weltweit einheitlich und nach festgesetzten Standards.
Die Weiterbildung dauert zwei bis drei Jahre und wird voneinem Spezialisten-Netzwerk des jeweiligen Fachgebietes, auch Colleges genannt, überwacht. Alternativ kann auch eine bis zu siebenjährige Teilzeitweiterbildung erfolgen, welchenebenberuflich ausgeführt wird.
Absolventen der Chirurgie dürfen sich anschließend Diplomate of the European College of Veterinary Surgery nennen – kurz: Dipl. ECVS. Weitere Spezialisierungen gibt es unter anderem in den Bereichen Dermatologie (ECVD), Neurologie (ECVN), Zahnheilkunde (EVDC), Anästhesie (ECVAA),Augenheilkunde (ECVO) oder Innere Medizin (ECVIM).
Quelle: IVH
Was steckt hinter dem Hundeblick?
Mensch-Tier-Kommunikation
Traurig gucken zu können bietet offenbar einen Überlebensvorteil, fanden britische Wissenschaftler heraus.
In einer Studie hat ein Forscherteam um Juliane Kaminski von der University of Portsmouth die Gesichtsmuskeln von Hunden und ihren wilden Vorfahren verglichen.
Das Ergebnis: Wölfen fehlt der Muskel, mit dem Hunde ihre Augenbrauen anheben können, um so die Augen größer und kindlich-traurig aussehen zu lassen – der typische „Dackelblick“.
Das Forscherteam wollte wissen, ob sich dieser Gesichtsausdruck im Lauf von Evolution und Domestizierung entwickelt hat. Das scheint der Fall zu sein:
Den vier Wölfen, die das Team um Kaminski untersuchte, fehlte der Muskel, den Hunde benutzen, um ihre Brauen nach oben zu ziehen. Alle Hunde, die das Team untersuchte, hatten ihn – außer dem Sibirischen Husky.
Sich gegenseitig anzuschauen, führt bei Mensch und Hund zu einer Ausschüttung des Botenstoffs Oxytozin. Stehen sich jedoch Mensch und Wolf gegenüber, so wird das »Kuschelhormon« nicht freigesetzt.
Um unser bester Freund zu werden, muss der wilde Hundevorfahr also seine Anatomie verändert haben. Wenn ein Hund auf uns reagiert und seine Augenbrauen hochzieht, entsteht in seinem Gesicht ein kindlicher Ausdruck, der uns zärtlich stimmt. So haben wir uns wohl, bewusst oder unbewusst, für Hunde mit starken Gesichtsmuskeln entschieden und so ihre Evolution beeinflusst.
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung und Unterstützung von: www.petprofi.de
Bloß kein Getreide?
Trend, Mythos oder guter Ratschlag?
Getreide in Hundefutter – gefährlich oder genehmigt? Bei der Diskussion über den Sinn und Unsinn von Kohlenhydraten in der Hundenahrung ist vor allem Getreide in der „Schusslinie“. Ist Getreide artgerecht oder ein billiger Füllstoff und können Hunde als Fleischfresser Getreide überhaupt verdauen? Getreidefreie Hundefutter werden als die bessere Alternative angeboten, weil Getreide angeblich Allergien auslöst. Viele Mythen ranken um dieses Thema.
Vorweg: Hunde bevorzugen es, nur 10% ihrer Kilokalorien über Kohlenhydrate zu decken, 30 % über Eiweiß und 60% über Fett. Kohlenhydrate sind nicht essentiell, also lebensnotwendig (mit einer Ausnahme, in der Trächtigkeit und Säugezeit brauchen Hündinnen Kohlenhydrate, um Milch bilden zu können). Das waren aber objektiv betrachtet auch schon die Nachteile.
Auf der Habenseite sind Kohlenhydrate: schnell verfügbare Energielieferanten und zudem Lieferanten von Ballaststoffen, die eine optimale Verdauung unterstützen.
Wenn nicht aus Kohlenhydraten (z.B. dem Polysaccharid Stärke), woher kann die benötigte Energie im Futter sonst stammen?
Fett ist einer der drei möglichen Energielieferanten, steht meistens aber eher für Leistung auf lange Sicht zur Verfügung, weil es im Körper als Energiedepot in den Fettzellen gespeichert wird und nicht für sofortige Leistungsmomente genutzt werden kann. Eiweiß wird hauptsächlich für den Aufbau und den Erhalt von Körperzellen genutzt und wird im Überschuss über die Nieren ausgeschieden, kann also nicht gespeichert werden.
Der Wasserbedarf für den Ablauf der Energiegewinnung aus Eiweiß ist größer. Die Abbauprodukte (Ammoniak, der zu Harnstoff wird) sind ausscheidungspflichtig, Ammoniak ist giftig. Der Körper hat also viel zu tun mit der Verdauung von Eiweißen und dieser Aufwand ist für die Bereitstellung von „nur“ Energie zum Toben oder Rennen nicht gerechtfertigt.
Die landwirtschaftliche Revolution -vor allem der Anbau von Weizen- hat Menschen und Wolf gezwungen, sich an eine stärkereichere Ernährung anzupassen. Hunde haben sich daher imLaufe der Domestikation genetisch angepasst und ein Erhitzen von kohlehydratreicher Nahrung ermöglicht es dem Hund, Stärke zu verdauen. In rohem Zustand ist Stärke (z. B. aus Kartoffeln, Weizenkörnern) nicht verdaulich und führt zu Durchfall, das hat aber mit einer allergischen Reaktion nichts zu tun.
Ob der Halter eines gesunden Hundes getreidefrei füttert oder nicht, ist seine persönliche Entscheidung, aber sie sollte nicht auf falschen Argumenten beruhen.
Kartoffeln und Mais liefern übrigens auch Kohlenhydrate und werden in vielen selbstgemachten Rationen eingesetzt, obwohl stärkehaltiges Futter für den Hund als Carnivoren ungeeignet sein soll.
Gesunde Hunde können mit oder ohne kohlenhydrathaltiger Nahrung ernährt werden, bei Hunden mit einer Nieren-, Leber- oder Pankreaserkrankungen kann es sogar erforderlich sein, vermehrt Kohlenhydrate einzusetzen, weil Fette oder Eiweiße reduziert werden müssen.
Auf das in manchen Getreidesorten (nicht nur in Weizen!) vorkommende Klebereiweiß, aber auch auf die Eiweißbestandteile in Reis oder Kartoffeln sind allergische Reaktionen möglich. Einen Hund getreidefrei zu füttern, ergibt allerdings genauso wenig Sinn, wie vorsorglich nie Erdbeeren zu essen, weil man fürchtet irgendwann eine Allergie auf Erdbeeren zu entwickeln. Im Gegenteil – das Verfüttern möglichst vieler Rohmaterialien in den ersten Lebensmonaten wird zunehmend positiv diskutiert, weil der Körper bei einer allergischen Reaktion (= einer völlig überzogenen Abwehrreaktion) auf vermeintlich Fremdes reagiert. Was in den den ersten Lebensmonaten durch Futteraufnahme kennengelernt wurde, ist nicht „fremd“.
Zwei Anmerkungen am Schluss, die nicht direkt den Hund betreffen:
- Stärke wird für den Herstellungsprozess, das Extrudieren von Trockenfutter, gebraucht, sonst würde es keine Futterbröckchen, sondern Fleischmehl im Napf geben.
- Getreide ist preiswerter als Fleisch, in der Herstellung von Fertignahrung und beim Selberkochen. Vor allem als Halter eines großen Hundes ist die Ernährung mit einem hochwertigen Trockenfutter eine preislich akzeptable Alternative.
Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben, können Sie sich gerne an das Expertenteam von hund-fragen-wissen.de wenden. Jeden Montag von 18 bis 20 Uhr gibt es dort einen Live-Chat mit Experten.
Quelle: www.hund-fragen-wissen.de
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von: www.petprofi.de