07.12.2021 10:47 Alter: 51 Tage
Category: Hund & Mensch

Gefahr erkannt – Gefahr gebannt!

So überstehen Hund, Katze § Co. Weihnachten und den Jahreswechsel gesund

Süße Verführung – doch menschliche Nahrungsmittel sind oft für die Ernährung des Hundes untauglich. Sie können in manchen Fällen sogar giftig sein. Foto©shutterstock.com/dezy
Süße Verführung – doch menschliche Nahrungsmittel sind oft für die Ernährung des Hundes untauglich. Sie können in manchen Fällen sogar giftig sein. Foto©shutterstock.com/dezy

Weihnachten wünschen wir uns als entspannte und harmonische Zeit – wobei die meisten Menschen über den Einkaufs-, Koch- und sonstigen Stress fast verzweifeln. Damit es nicht noch Kummer und Sorgen um das Haustier gibt, und der Heilige Abend für Hund, Katze und Co. nicht in der Notaufnahme des Tierarztes endet, hier einige Tipps von Prof. Dr. Theo Mantel, ehemaliger Präsident der Bundestierärztekammer:

Krankmachende Leckerbissen:

  • Die Reste des Festbratens gehören nicht in den Futternapf! Das Fleisch ist häufig viel zu fett und stark gewürzt, außerdem können gegarte Gänse- und Entenknochen splittern und zu inneren Verletzungen führen oder Gräten vom Karpfen empfindliche Hunde- und Katzenmägen schwer verletzen.
  • Knochenreste am besten gleich in der Bio-Mülltonne entsorgen – der verlockende Duft verleitet manchen vierbeinigen „Gourmet“, den Mülleimer zu plündern.
  • Dunkle Schokolade ist ein Tabu: Je dunkler, das heißt kakaohaltiger die Schokolade, desto größer auch der Theobromingehalt. Der mit dem Koffein verwandte Stoff kann von Hunden und Katzen nur sehr langsam abgebaut werden und wirkt auf sie ähnlich, wie eine Überdosis an Nikotin oder Koffein auf den Menschen.
  • Für Hunde und Katzen sind Rosinen giftig, größere Mengen können zu Nierenschäden führen. Stollen und anderes Weihnachtsgebäck, das die getrockneten Trauben enthält, stets außer Reichweite von gierigen Hunde- und Katzenmäulern aufbewahren!
  • Ein Raclette-Essen ist gemütlich, für Stubenvögel, die im gleichen Raum leben, aber gefährlich: Die beim Erhitzen der kleinen Teflonpfännchen freigesetzten Dämpfe sind für Vögel (im Gegensatz zu Säugetieren) giftig.

Verführerische Gefahrenquellen:

  • Glitzernde, bewegliche Weihnachtsdekoration ist besonders für Katzen unwiderstehlich – Weihnachtskugeln verleiten zum Spielen, zerbrechen aber leicht und können so zur gefährlichen Gefahrenquelle werden; aber auch Hunde stibitzen gerne mal den Christbaumschmuck oder fressen Schoko-Anhänger mitsamt Stanniolpapier und Befestigungsdraht. Darum (besonders junge) Hunde und Katzen nie unbeaufsichtigt mit dem Weihnachtsbaum lassen. Das gilt insbesondere, wenn der Baum mit echten Kerzen geschmückt wird.
  • Vorsicht mit Lametta und Engelshaar: es lädt Katzen zum Spielen ein und kann beim Verschlucken zum Darmverschluss führen, darum besser darauf verzichten.

Giftige Blütenpracht:

  • Der schöne Weihnachtsstern produziert den klebrig-weißen Giftstoff Euphorbin. Bei Hautkontakt kommt es zu Reizungen, beim Verschlucken durch Hunde oder Katzen zur Vergiftung mit Symptomen wie Krämpfen, Durchfall, Lähmungen und Herzrhythmusstörungen.
  • Die Stechpalme (Ilex) enthält in Blättern und roten Beeren starke und in höherer Konzentration sogar tödliche Giftstoffe.
  • Die Christrose ist wie alle Vertreter der Gattung Nieswurz in allen Pflanzenteilen stark giftig.
  • Auch der dekorative Mistelzweig ist durch den Gehalt an Viscotoxin in Blättern und Stängeln für Pferde, Hunde, Katzen und Heimtiere giftig.

Quelle: BTK Berlin

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