27.05.2020 13:39 Alter: 116 Tage
Category: Haltung und Pflege

Donnerwetter

Für Haustiere mit coolen Herrchen kein Problem

Blitz und Donner – für viele Hunde ein Problem! Foto:@shutterstock.com/Lightning strike
Blitz und Donner – für viele Hunde ein Problem! Foto:@shutterstock.com/Lightning strike

Panik bei Blitz und Donner ist keine Seltenheit – sogar Promis gestehen, dass sie Angst vor Gewitter haben. Unseren Tieren geht es häufig nicht anders: Die sensiblen Vierbeiner spüren, dass sich Blitz und Donner nähern. Aber: sie wissen nicht, wie sie mit der vermeintlichen Bedrohung umgehen sollen. Manche werden nervös, laufen ziellos umher.

Also, was tun? Kleintiere gehören ins Haus. Fenster und Türen müssen geschlossen werden. Lebt man mit ängstlichen Mitbewohnern zusammen, ist es sehr hilfreich, wenn die Vorhänge zugezogen werden, denn die abgedunkelten Fenster vermitteln den Tieren Geborgenheit und schützen ihre empfindlichen Augen vor grellen Blitzen. Ganz wichtig ist es, die Tiere mit ruhiger aber doch aufmunternder Stimme zu beruhigen. Die meisten Katzen ziehen sich bei Blitz und Donner am liebsten zurück, z.B. unter das Sofa. Achtung: Bei Gewitter heißt es: Alle Samtpfoten bleiben schön daheim. Denn, wenn sie ins Freie laufen, könnten sie in Panik geraten und sich verirren. Natürlich gibt es Ausnahmen. Manche Katze rekelt sich gemütlich auf der Fensterbank, wenn es draußen kracht und beobachtet in aller Seelenruhe das kräftige Gewitter oder will gar an der Fensterscheibe mit den Pfötchen den Blitz erhaschen.

Hunde sind in der Regel recht unkompliziert. Viele können Gewitter problemlos verkraften. Ist dem nicht so, sollte der Vierbeiner nicht gestreichelt und beruhigt werden, denn dann denkt er erst recht, dass er Grund zur Panik hat.

Am besten verhalten Herrchen und Frauchen sich bei Gewitter ganz normal und verfallen nicht in Hektik, nur weil die Gartenmöbel nass werden könnten. Dann bleibt auch der Hund ruhig und entspannt.

Beruhigende Klänge für Katz’ und Hund: Tierisch wohl fühlen mit Musik
Musik beschwingt, beruhigt, spendet Trost – und trägt auch zum Wohlbefinden von Hund und Katze bei.
“Lassen Sie Radio oder CD-Player ruhig an, wenn Sie Ihr Tier allein in der Wohnung lassen müssen”, rät die Münchner Tierpsychologin Sonja Ströbl allen, die zu Hause gern Musik im Hintergrund laufen haben. “Für Hund oder Katze stellt diese Geräuschkulisse eine vertraute positive Situation dar. Das wirkt beruhigend und vermitteltSicherheit.”

Für den tierischen “Wohlfühl-Klangteppich” eignen sich vor allem sanfte, harmonische Töne in gemäßigter Lautstärke. Mit klassischen Konzertstücken oder melodischem Pop sind Frauchen und Herrchen auf der sicheren Seite. Wilde Rock-Rhythmen oder kunstvoll geschmetterte Gesänge dagegen reizen das tierische Gehör und Nervensystem zu sehr – schließlich nehmen Hund und Katze die Frequenzen um ein Vielfaches stärker wahr als wir.

Wer einen Schritt weiter gehen will, kann seinem Liebling auch eigens für ihn komponierte Musik anbieten: Der Wiener Musikproduzent Oliver Kerschner entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Tiermediziner Professor Hermann Bubna-Littitz von der Uni Wien seit 1999 spezielle Kompositionen. Mittlerweile gibt es drei CDs “Music For Cats And Friends” und ein Album “Music For Dogs And Friends”. Netter Nebeneffekt: Die Klänge wirken auch auf Menschen beruhigend und entspannend. Hineinhören kann man im Internet: www.petsandmusic.com 

Apropos Internet: Der US Online-Sender “DogCatRadio” sendet hauptsächlich 80er-Jahre Oldies als Ohrenschmaus für Hunde, Katzen und (wohl vor allem) ihre Menschen. Nähere Informationen: www.dogcatradio.com

Der Tiertrainer und Tierheilpraktiker Joe Bodemann schließlich setzt auf die Heilkraft von Musik und “verschreibt” gestörten Vierbeinern (und sogar Fischen) speziell für sie zusammengestellte Klangfolgen.

Quelle: IVH – www.ivh-online.de

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