22.05.2019 08:50 Alter: 63 Tage
Category: Haltung und Pflege

So eine "Affenhitze"

Der "Sonnenstich" oder der Hitzschlag

Sonnenschutz tut Not! Foto:©clipdealer.de
Sonnenschutz tut Not! Foto:©clipdealer.de

Temperaturschäden können auch beim Hund, durch Einwirkung hoher Wärme- und Hitzegrade auf den Körper sowie das direkte Einfallen praller Sonnenstrahlen auf die bloße Schädeldecke auftreten. Der Sonnenstich "Insolatio" entsteht durch andauernde starke Bestrahlung des Kopfes in praller Sonne, kommt aber normalerweise beim Hund, der Behaarung wegen, nur selten vor. Betroffen davon sind hauptsächlich Hunde mit angeborener Kurzschnäuzigkeit, wie Pekinesen und Bulldoggen, wobei als auslösende Faktoren auch Fettsucht und Aufregung hinzukommen können. Es kommt dabei zur Dyspnoe (Atemnot), Hecheln, Erbrechen, Tachykardie und Taumeln. Kühlung mit kaltem Wasser und das sofortige Verbringen der Tiere in gekühlte, dunkle Räume ist das Gebot der Stunde.

Eine gefährliche Form der Insolatio ist der „Hitzschlag”. Besonders anfällig sind ebenfalls kurzschnäuzige Hunde (Pekingese und Bulldoggen) sowie Hunde, behaftet mit Adipositas (Fettsucht), Herzklappenfehlern und Nierenerkrankungen bei längerem Aufenthalt in der Sonne. Besonders Ziehhunde und Fährtenhunde bei der Arbeit sowie Hunde auf der Jagd oder bei sportlichen Wettkämpfen, in schwüler Luft bei gleichzeitiger starker Sonnenbestrahlung und auch Hunde, die sich in geschlossenen, der prallen Sonne ausgesetzten Autos befinden, sind vorwiegend davon betroffen. Es entsteht eine Schädigung des Gehirns durch übermäßige Erwärmung, sodaß dadurch die Tätigkeit lebenswichtiger, nervöser Zentren (Gefäße, Atmung) gestört oder ausgeschaltet wird. Die klinischen Erscheinungen bestehen in Schwäche, Mattigkeit und stark reduziertem Allgemeinbefinden. Unsicherer Gang, Atemnot, Hecheln, sehr hohe Körpertemperatur (bis 44 Grad Celsius), Kreislaufschwäche, Tachycardie, Erbrechen, wäßrig-blutiger Durchfall, Exsikose (Austrocknung), plötzliches Zusammenstürzen mit Bewußtlosigkeit, Zuckungen und Krämpfe sind signifikante Symptome des Hitzschlages, die schließlich in plötzlichem Tod enden können.

Jede Möglichkeit zur Abkühlung wird genutzt. Foto:©pixelio.de

Bei der Behandlung gilt als oberstes Gebot der Stunde, die Tiere auf schnellstem Wege in schattige oder gekühlte Räume zu bringen und für allgemeine und örtliche Abkühlung durch frische Luft und bei Aussetzen der Atmung, für künstliche Atmung zu sorgen. Für reichliche Wasserzufuhr ist obendrein Sorge zu tragen. Die sofortige Verbringung zum Tierarzt ist unumgänglich.

Der verantwortungsbewußte Hundebesitzer weiß: Die heißen Stunden des Tages meiden und den Hund NIEMALS im Auto zurücklassen – auch leicht geöffnete Scheiben schützen nicht vor einer schnellen Überhitzung!

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